New York mit Kindern und Jugendlichen – unsere besten Tipps

by Antje Gerstenecker
Blick von Top of the Rock beim Sonnenuntergang

Eine Woche New York mit Kindern und Jugendlichen? “Das ist Stress pur”, versicherte mir eine Freundin. “Mit Kindern kannst du dort gar nichts machen, vor allem abends nicht – die dürfen nicht einmal mit ins Restaurant.” – Tatsächlich ist eine Reise in “die Stadt die niemals schläft” nicht unbedingt ein Erholungsurlaub, das war uns schon vorher klar. Aber unsere Reise nach New York mit unseren Kindern bzw. Teenagern, übertraf unsere Erwartungen tatsächlich noch bei weitem.

Natürlich haben wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen und auch einige Entdeckungen abseits der typischen Touristenpfade gemacht. Wir waren an keinem Abend von 22 Uhr im Hotelzimmer (meist noch um einiges später) – soweit zum Thema, man kann abends mit Kindern nichts unternehmen.

Natürlich haben wir unser Programm in New York dem Alter unserer Kinder (11 und 14 Jahre) angepasst – aber wir mussten aufgrund der Kinder auch auf keinen einzigen Programmpunkt verzichten, den wir gerne machen wollten. Von Sightseeing bis Essen gehen, von Musical bis Rooftop-Bar, von Shopping bis Chillen – unser Programm war ziemlich abwechslungsreich und für Erwachsene und Kinder bzw. Jugendliche gleichermaßen etwas dabei.

Falls ihr auch eine Reise nach New York mit Kindern und Jugendlichen plant – oder ohne Kids unterwegs seid – wir haben viele Tipps mitgebracht – da ist bestimmt auch für euch etwas passendes dabei:

Gelbe Taxen in New York

Tagsüber ist eine Taxifahrt wegen des starken Verkehrs eher nicht zu empfehlen – aber nachts ist es eine schnelle und bequeme Möglichkeit vom Flughafen nach Manhattan zu gelangen

Wie kommt man vom Flughafen JFK am besten nach Manhattan?

Am günstigsten fährt man mit dem Airtrain zum Bahnhof Howard Beach oder zum Bahnhof Jamaica Station (5 USD/Person) Von dort mit der U-Bahnlinie A oder E nach Manhattan (Einzelfahrschein 2,75 USD) – insgesamt also 7,75 USD plus 1 USD für die MetroCard. Von JFK nach Manhattan ist man mit dem Zug etwa 1,5 Stunden unterwegs.

Da wir erst gegen 23.30 Uhr den Flughafen verließen und entsprechend müde waren, entschlossen wir uns, ein Taxi zu nehmen. Dafür zahlten wir inkl. Maut und Gebühren 72 USD – waren dafür aber auch in knapp 45 Minuten an unserem Hotel nahe des Time Square und sparten uns das Schleppen des Gepäcks durchs nächtliche New York.

Wie kommt man in New York City am besten von A nach B

Unser Schrittzähler zeigte jeden Abend zwischen 20 000 und 30 000 Schritte an – ihr ahnt es schon… – in New York spult man schnell viele Kilometer zu Fuß ab. Ansonsten ist das Verkehrsmittel der Wahl die U-Bahn – um lange Fußwege und entsprechend schmerzende Füße werdet ihr vermutlich dennoch nicht herum kommen. Packt also sehr bequeme Schuhe ein!

Wenn ihr mehrere Tage in New York seid, lohnt sich das 7-day-unlimited-Ticket für 32 USD pro Person. Dafür benötigt ihr die MetroCard, die jeweils 1 USD kostet und die ihr an jeder U-Bahnstation kaufen könnt.

Wo übernachtet man in New York City am besten?

Eins haben vermutlich alle Unterkünfte in Manhattan gemeinsam – sie sind nicht billig. Wenn ihr aber in erster Linie eine Städtereise durch Manhattan plant, würde ich euch dennoch empfehlen, eine zentral gelegene Unterkunft zu suchen. Wir haben uns für das Holiday Inn Time Square * entschieden – in erster Linie, weil das Angebot im Rahmen einer Pauschalbuchung samt Flug verhältnismäßig günstig war. Tatsächlich entpuppte es sich dann auch als gute Wahl, weil es neben dem Central Bus Terminal im Theatre District lag und damit eine ideale Ausgangsposition für unsere Erkundungstouren war. Die Zimmer waren okay, das Frühstück sehr gut – auch wenn wir etwas irritiert waren, dass im Rahmen der Buchung eines Vierbettzimmers das Frühstück nur für zwei Personen inkludiert war.

Alternativen bieten Airbnb-Unterkünfte etc. – gerade bei den Preisen in NYC kann man viel sparen, wenn man sich selbst verpflegt. Allerdings gingen wir morgens los und kamen durchweg immer sehr spät abends ins Hotel zurück. Für die Mahlzeiten in die Unterkunft zurückzukehren, kostet einiges an Zeit und Flexibilität.
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Lohnt sich ein Sightseeing-Pass?

Sieben verschiedene Sightseeing-Pässe gibt es, wenn ich richtig gezählt habe. Welcher sich jeweils lohnt, ist ein echtes Rechenbeispiel. Nehmt euch also ein bisschen Zeit und überlegt, was ihr euch ansehen wollt. Einen guten Überblick über die Pässe gibt es hier.

Wir hatten den New York City Pass, der 9 Attraktionen beinhaltet, wovon man sich für 6 entscheiden muss – für uns perfekt. Wer nur drei der Attraktionen besichtigen möchte, kann den günstigeren C3-Pass wählen.

Ob sich der Erwerb eines Passes lohnt? Ja, auf jeden Fall! Vorausgesetzt, man kann vorab gut einschätzen, was man besichtigen möchte und man entscheidet sich dann für den richtigen Pass.

Sightseeing in New York City – was ihr unbedingt gesehen haben solltet:

Hier kommen unsere Sightseeing-Tipps für New York mit Kindern und Jugendlichen:

Blick auf das nächtliche New York vom Empire State Building

Blick vom Empire Stage Building: Wenn einem die Lichter New Yorks zu Füßen liegen…

Empire State Building

Jeder kennt das Empire State Building – und natürlich ist es ein ganz besonderes Erlebnis, von der Aussichtsplattform den Blick über New York streifen zu lassen. Ganz besonders faszinierend ist das bei Nacht, wenn nach und nach die Lichter in den riesigen Wolkenkratzern angehen und sich die Autos wie leuchtende Schlangen durch die Häuserschluchten winden.

Ihr könnt euch vorstellen, dass sich hier oft lange Schlangen bilden. Deshalb kauft eure Tickets vorab oder nutzt einen der Touristenpässe – dann könnt ihr direkt durchgehen. Doch auch dann kostet es noch Zeit – fast eine Stunde waren wir im Gebäude unterwegs, bis wir endlich auf der Aussichtsplattform waren – und das gegen 21.00 Uhr abends…

Ausblick von Top of the Rock

Blick auf das Empire State Building vom Top of the Rock

Top of the Rock

Wenn man auf dem Empire State Building ist, sieht man alles – außer dem Empire State Building… – den besseren Ausblick hat man also von Top of the Rock, der Aussichtsplattform oben auf dem Rockefeller-Center. Auch hier empfiehlt es sich vorab zu buchen – und einen Time-Slot zu reservieren. Das lohnt sich doppelt – man vermeidet Wartezeiten und kommt auch noch sehr schnell ans Ziel. Idealer Zeitpunkt ist kurz vor der Dämmerung. Es ist ein faszinierendes Erlebnis zu sehen, wie die Sonne untergeht und die Fenster der Hochhäuser leuchten lässt. Doch leider ist man zu dieser Zeit hier nicht allein… – viel ruhiger ist es am frühen Morgen…

Rockefeller Center

Rockefeller Center

Natürlich gibt es rund um das Rockefeller-Center noch viel mehr zu sehen. Hier ist immer etwas los und die Shops unterhalb laden zum – klimatisierten – Bummeln ein. Statt des winterlichen Eislaufplatzes befindet sich hier im Sommer eine Restaurant und auch der Christbaum ist natürlich nicht zu sehen – aber den Ort erkennen die Kids natürlich aus all den Filmen, die hier gedreht wurden.

Freiheitsstatue

Von der Staten Island Ferry kann man einen Blick auf die Freiheitsstatue erhaschen

Die Freiheitsstatue

Einen Blick auf die Freiheitsstatue gibt es kostenlos – einfach mit der Staten Island Ferry nach Staten Island übersetzen. Die kostenlose Fähre startet am Battery Park South Street vom St.  George Ferry Terminal und dauert etwa 25 Minuten. Viel Zeit also, den Blick auf die Skyline von Manhattan und natürlich auf die Freiheitsstatue zu genießen. Und weil es so schön war, das ganze auf der Rückfahrt nochmal…

Skyline New York von der Staten Island Ferry

Die Skyline von Manhattan von der Staten Island Ferry aus betrachtet

Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge

Ebenfalls kostenlos und ein MUSS – ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge. 1825 Meter ist sie lang – und der Ausblick ist fantastisch! Wer nur einen Weg gehen mag, sollte von Brooklyn nach Manhattan wandern – der Ausblick ist natürlich um einiges spektakulärer als anders herum.

Time Square

Time Square

Time Square

Den Time Square kann man sicherlich als Herz von Manhattan bezeichnen. Die Glitzerwelt samt riesiger Leuchtreklamen erschlägt einen förmlich. Ob Halbnackte Cowboys, Mickey Maus-Verschnitte, Superman oder Batman – hier trifft man sie alle. Eine wilde Mischung aus Künstlern, Möchtegernkünstlern, Breakdancern, Rappen und anderen Musikern gibt sich hier ein Stelldichein. Hier werden die Last-Minute-Musicaltickets verkauft – am seriösen TKTS-Ticketschalter oder von vermutlich weniger seriösen Straßenhändlern. Hier muss man aufpassen, nicht in die typischen Touristenfallen zu tappen.

Und natürlich muss man einen Blick in den einen oder anderen Laden werfen – ob der riesige Disney-Store, der M&M-Laden oder der angesagte Line Friends Store – hier kann man viel Zeit verbringen…

Junge spaziert auf dem Meeresgrund im National Geographic Encounter Ocean Odyssey

Wie in eine andere Welt versetzt: Spaziergang auf dem Meeresgrund

National Geographic Encounter: Ocean Odyssey

Ganz neu am Time Square – National Geographic Encounter Ocean Odysseey – eine absolut faszinierende Erfahrung! Hier kann man auf dem Grund der Ozeane spazieren gehen – und das ohne auch nur einen Tropfen Wasser abzubekommen.

Von Raum zu Raum und von Ozean zu Ozean geht man hier auf eine geheimnisvolle Reise in die Tiefe der Meere. Wie könnte man besser über das Leben in den Meeren lernen, als wenn man mittendrin steht? Die Illusion ist täuschend echt und interaktive Elemente sorgen dafür, dass die Kinder von Anfang bis zum Schluss “gefesselt” waren. Ganz besonders gefiel uns das Unterwasser-Labyrinth…

Kind im Central Park

Im Central Park gibt es viel zu entdecken

ladies pavilion im Central Park

Der Ladies Pavilion im Central Park lädt zum Verweilen ein

Central Park

Ich hatte ja keine Ahnung, wie schön der Central Park wirklich ist. Zum ersten Mal haben wir uns viel Zeit für den Park genommen – und waren im Laufe der Woche sogar mehrmals da. Erstaunlich, wie man innerhalb von wenigen Minuten in die Natur eintauchen kann. Hier ist immer etwas los – und doch gibt es genug Platz für alle.

Einige Ideen für Unternehmungen: ein Fahrrad mieten – so habt ihr die Möglichkeit, viel von dem riesige Park zu sehen, Kinder werden die Spielplätze lieben – insgesamt gibt es 21 im Central Park verteilt. Wer aufs Wasser will, kann ein Boot mieten und sogar eine Gondelfahrt unternehmen. Es gibt die verschiedensten geführten Touren und unzählige Veranstaltungen – oder man kann einfach ein Picknick machen – vielleicht im lauschigen Ladies Pavilion?

Und dann ist da natürlich noch der Central Park Zoo…

Kind vor Skyline von Manhattan

Was für eine Kulisse – aus dem Central Park eröffnen sich gewaltige Ausblicke auf die Skyline von Manhattan

Kinder vor Bärengehege im Central Park Zoo

Bären kann man hier mit etwas Glück aus nächster Nähe beobachten

Central Park Zoo

Der Central Park Zoo ist den Kids natürlich ein Begriff – immerhin ist er die Heimat der Pinguine von Madagascar aus dem gleichnamigen Film. Der Zoo ist wirklich hübsch angelegt und bietet so manch spektakulären Ausblick auf die Stadt. Er ist nicht riesig, aber mit Kindern lohnt sich ein Besuch dennoch.  Es gibt auch ein 4-D-Kino, das erstaunlicherweise einen Ice-Age Film zeigt – hier hätten wir eher einen Madagascar-Kurzfilm erwartet.

Lemur im Central Park Zoo

Lemuren gibt es natürlich auch

High Line Park New York

Ein MUSS – ein Spaziergang entlang des High Line Parks

High Line Park

Eine ehemalige Güterzugtrasse im Westen von Manhattan ist heute einer der schönsten Spazierwege der Stadt. Die 2,3 Kilometer des High Line Parks sind abwechslungsreich gestaltet. Liebevoll angelegte Blumenbeete, Wasserspiele, Cafés und Restaurants säumen den Weg und der Ausblick zu beiden Seiten ist großartig.

Das One World Trade Center

9/11 Memorial & Museum

Das 9/11 Memorial & Museum ist beeindruckend und berührend

9/11 Memorial & Museum

Das 9/11 Memorial & Museum ist sehr beeindruckend und unglaublich berührend. Für kleinere Kinder ist es aus meiner Sicht nicht geeignet. Größere Kinder sollte man vorab in Gesprächen auf den Besuch vorbereiten. Wir haben viel mehr Zeit dort verbracht als geplant und hatten anschließend viel Gesprächsbedarf. Bis heute, sind die Geschehnisse nur schwer fassbar umso wichtiger, dass hier ein Ort entstanden ist, der erinnert, mahnt und berührt.

Schild des Musicals Frozen am Broadway

Unvergessliches Erlebnis: das Disney Musical Frozen am Broadway

Musicals

Der Broadway ist natürlich ein Eldorado für Musicalfans – nirgendwo gibt es mehr verschiedene Musicals zur Wahl. Da fällt die Entscheidung nicht leicht!
Leider sind Musicaltickets in New York nicht gerade günstig. Mit etwas Glück entdeckt ihr aber reduzierte Tickets an der TKTS-Ticketbox oder an den Theaterkassen. Auf der jeweiligen Website findet ihr Infos zu eventuellen Angeboten. Sehr hilfreich ist auch die Seite Broadwaybox.com. Die Seite wurde mir von einer Musical-Kollegin aus New York empfohlen, die meinte, dass die meisten Ermäßigungen hier zusammengefasst sind.
Wir entschieden uns schlussendlich für das Disney-Musical Frozen. Über deren Website ergatterten wir sehr kurzfristig erstaunlich günstige Tickets. Für uns war es die richtige Wahl – wir waren alle begeistert!

Vorsicht Touristenfalle!

Was ihr in New York auf keinen Fall tun solltet, erfahrt ihr hier!

Lecker und bezahlbar essen?

Unsere Restaurant-Tipps findet ihr hier!

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2 Kommentare

Sabine Otto 4. April 2019 - 08:47

Hallo, ich reise mit meinem 17-jährigem Sohn nach New York. Was habt ihr denn abends so unternommen? Wie ist es mit dem Einlass in Restaurants und Bars?

Lieben Dank
Sabine

Reply
Antje Gerstenecker 4. April 2019 - 12:56

Hallo Sabine,

wir waren abends auf dem Empire State Building, haben ein Musical besucht, schlenderten durch die Stadt, waren in diversen Restaurants und in einer Rooftop Bar. Es war kein Problem die Kinder (11 und 14 Jahre) mitzunehmen. Bei den Rooftop Bars macht es Sinn, sich vorab zu informieren. Nicht in allen sind Kinder erlaubt bzw. manchmal gibt es spezielle Zeiten für Familien.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter?

Liebe Grüße

Antje

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