Unsere besten Tipps für die Bretagne

by Antje Gerstenecker
blank

Wir waren endlich wieder unterwegs – unsere erste Reise seit der Corona-Pandemie führte uns in den Norden Frankreichs – in die Bretagne und in die Normandie. Beides Regionen, die wir bisher noch nicht kannten, in die wir aber schon sehr lange einmal reisen wollten.

Aufgrund der aktuellen Situation planten wir unsere Tour recht kurzfristig und entschlossen uns jeweils eine Woche in der Bretagne und eine Woche in der Normandie zu bleiben. Noch dazu entschieden wir uns, mit dem E-Auto zu fahren (dazu gibt es bald einen ausführlichen separaten Beitrag hier auf dem Blog).

Bei der Auswahl der Unterkünfte war mir wichtig, dass es besondere Orte mit einen ganz eigenen Charme waren. Die Lage war dagegen nicht so entscheidend. So landeten wir in einem zauberhaften Bed& Breakfast in einem kleinen, ursprünglichen bretonischen Dorf namens Tonquédec im Norden der Bretagne unweit von Lannion im Département Côtes d’Armor.

Natürlich war uns bewusst, dass wir in einer Woche nur einen kleinen Bruchteil der Region kennenlernen können und schnell war klar, dass es hier noch so viel zu entdecken gibt, dass es viele Gründe gibt, wiederzukommen.

Doch wir haben unsere Zeit intensiv genutzt und viel entdeckt – unsere besten Tipps für die Bretagne für Ausflugsziele, Aussichtspunkte, Restaurants und natürlich unsere Unterkunft haben wir hier für euch zusammengefasst:

Tonquédec

Das kleine Dorf Tonquédec war unsere Heimat während unseres Aufenthalts in der Bretagne. Weitere Informationen zu unserer tollen Unterkunft findet ihr am Ende dieses Beitrags. Etwa 1200 Einwohner leben hier. Uns gefiel der ursprüngliche Charakter des Dorfes. Die Häuser aus sandfarbenem Granit wirken wie aus einem Guss.

Herrliche Blumen säumen die Straßen. Es gibt einen Bäcker und einen Friseur sowie eine überdimensional große Kirche (wie in jedem Dorf in der Bretagne). Ein hübsches kleines Dorf abseits der Touristenströme.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Château de Tonquédec – eine mächtige Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, die auch Schauplatz des regelmäßig stattfindenden Mittelalterfestivals ist. Die Burgruine liegt inmitten eines Waldes und es gibt zahlreiche schöne Wanderwege und Moutainbike-Strecken.

Unsere Tipps für die Bretagne: Gleich neben der Burg befindet sich das Restaurant “La Plage” mit Blick auf die Burg und den kleinen See. Hier werden die typischen Galettes und Crêpes serviert – man kann im Innerbereich oder auf der lauschigen Terrasse sitzen.

Lannion

Das quirlige Städtchen Lannion bietet eine schöne Altstadt, eine Vielzahl sehr guter Restaurants und zahlreiche Läden und Cafés. Sehenswert sind die alten Fachwerkhäuser, die schmalen kopfsteingepflasterten Gassen und die Kirche von Brélévenez. Wer die 142 Stufen hinauf zu der Kirche geschafft hat, wird mit einem schönen Blick über Lannion und die Landschaft rundum belohnt. Selbst hier im Städtchen abseits der Küste sind die Gezeiten des Meeres sichtbar – Lannion liegt an der Mündung des Léguer.

Unsere Restaurant-Empfehlungen für Lannion:

Le Moulin Vert – ein schnucklige Crêperie in der man gemütlich im Innenbereich oder draußen sitzen kann. Das Essen war hervorragend, der Service superfreundlich (15 Rue Duguesclin, Lannion).

QG Bar – Tapas Bar mit Sitzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich. Die Tapas waren sehr lecker, große Portionen und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr guter und freundlicher Service. (11 Rue Saint-Malo, Lannion)

Château de la Roche Jagu

Das Château de la Roche Jagu thront majestätisch über dem Trieux, einem Meeresarm, der weit ins Landesinnere ragt. Es wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist bestens erhalten. Eine Besichtigung lohnt sich auf alle Fälle – schon allein wegen des Ausblicks über den Trieux und die schöne Landschaft rundum. Im Schloss finden regelmäßig Kunstausstellungen und Veranstaltungen statt (Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familien 14 Euro).

Ein Spaziergang durch den Garten solltet ihr auf keinen Fall verpassen. Ein schmaler Weg führt hinab zum Ufer des Trieux. Zurück geht es entlang eines kleinen plätschernden Bachlaufs wieder zurück. Immer wieder laden kleine Aussichtspunkte zum Verweilen ein und bieten immer neue Ausblicke auf das Château de la Roch Jagu.

Lauschige kleine Wege, verschiedenste Kunstwerke, Teiche und exotische Pflanzen – es gibt viel zu entdecken. Die Besichtigung des Gartens ist kostenlos. Ebenso das Parken. E-Auto-Fahrer finden auf dem Parkplatz sogar eine Ladestation.

Unsere Tipp für die Bretagne: Absolut zu empfehlen: Das Café/Restaurant, das sich im Eingangsbereich des Château de la Roche Jagu befindet ist großartig. Superleckeres Essen, toll angerichtet, ungewöhnlich kombiniert – perfekt!

Paimpol und Abtei Beauport

Das Hafenstädtchen Paimpol ist perfekt für einen Bummel durch die kopfsteingepflasterten Straßen, ein Mittag- oder Abendessen in einem der unzähligen Restaurants und zum Genießen der besonderen Atmosphäre. Hier geht es geschäftiger zu als in den meisten anderen Dörfern und Städtchen, die wir besucht haben. Aber dennoch hielt sich der Trubel noch in Grenzen. Offensichtlich habe ich mich der entspannten Urlaubsstimmung so hingegeben, dass ich noch nicht mal ein Foto gemacht habe. Aber unser Spaziergang entlang des Hafens und durch die historische Altstadt war wunderbar. Den Tag haben wir in einer der zahlreichen Crêperien ausklingen lassen.

Unsere Tipps für die Bretagne: Sehenswert ist auch die Abtei Beauport, die ganz in der Nähe in Kérity liegt. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und bietet mit ihren herrlichen Gärten und der Lage direkt am Meer eine einzigartige Atmosphäre. (Eintritt 6 Euro, Kinder 3,50 Euro, Familien 16 Euro).

Île de Bréhat

Die zauberhafte Île de Bréhat liegt nur etwa 10 Bootsminuten von Festland (Pointe de l’Arcouest) entfernt. Die Überfahrt kann man bei mehreren Bootsanbietern direkt vor Ort buchen. Etwa 10.50 Euro werden für die Hin- und Rückfahrt berechnet. Unser Tipp: achtet darauf, dass ihr die Rückfahrt frei wählen könnt und ohne Zeitdruck die Inseln erkunden könnt.

Ihren Beinamen “Blumeninsel” trägt die Île de Bréhat nicht umsonst. Wer hier auf Entdeckungsreise geht, entdeckt exotische Blumen an jeder Ecke. Das milde Golfstromklima sorgt dafür, dass die Pflanzen hier bestens gedeihen. Dazu malerische Steinhäuser, kleine Gassen, liebevoll geschmückte Gärten, bizarre Steinformationen und versteckte Strände sowie einige Restaurants.

Die Nord- und die Südinsel

Die Île de Bréhat besteht aus zwei Inseln, die durch eine kleine Brücke verbunden sind. Die Südinsel ist dichter besiedelt während die Nordinsel durch ihre raue Küstenlandschaft fasziniert. Bei einem Besuch lassen sich beide Insel sehr gut erkunden – insgesamt sind die Inseln nur 3,5 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit.

Das Problem der Île de Bréhat ist, dass sich ihre Schönheit weit über die Grenzen der Bretagne hinaus herumgesprochen hat und vor allem an sonnigen Tagen in der Hochsaison Besuchermassen über die Insel hereinfallen. Wer plant an einem solchen Tag auf die Insel zu fahren, sollte unbedingt die Tickets und einen Parkplatz vor reservieren. Nadelöhr sind weniger die Fährverbindungen als die begrenzt vorhandenen Parkplätze auf der Landspitze.

Am besten erkundet man die Inseln zu Fuß. Man kann zwar vor Ort Fahrräder mieten, was aus unserer Sicht – zumindest in der Hauptsaison – nicht zu empfehlen ist. Auf der schmalen Wegen sind einfach zu viele Wanderer und Radler unterwegs. Noch dazu sind die schönsten Wege im Norden der Insel für Fahrradfahrer gesperrt. (Mehr über unseren Ausflug auf die Île de Bréhat und weitere Tipps für die Bretagne erfahrt ihr bald hier auf dem Blog)

Le Gouffre de Plougrescent

Die Sträßchen werden immer schmaler und die Landschaft immer wilder, je näher man der Küste von Plougrescent kommt. Irgendwann landet man auf einem Parkplatz und kann sich dann zu Fuß auf Tour durch die faszinierende Felslandschaft machen.

Dass viele Touristen den Weg hierher auf sich nehmen liegt vor allem an dem kleinen Haus, das zwischen zwei Granitfelsblöcke gebaut wurde – zu beiden Seiten schmiegt es sich eng an die Felsen und wacht seit mehr als 150 Jahren über die kleine Halbinsel, auf der es erbaut wurde. Bei Flut ist es rundum von Wasser umgeben und man kann sich nur vorstellen, wie es wohl wäre, hier einen Sturm zu erleben.

Aber nicht nur das kleine Haus lohnt den Ausflug Plougrescent. Das Wandergebiet ist einfach gigantisch. Die Küste ist hier zerklüfteter als an den meisten anderen Orten der Bretagne. Unzählige kleine Buchten und verschiedenste Felsformationen begeistern an jeder Ecke auf Neue. Man mag einfach immer weitergehen und die Ausblicke genießen – plant also genug Zeit ein!

Tréguier

Ein Spaziergang durch die Altstadt von Tréguier lohnt sich auf alle Fälle. Noch dazu gibt es jede Menge schöner Fachwerkhäuser und nette Restaurants. Die im 12. Jahrhundert erbaute Kathedrale gehört zu den schönsten in der Bretagne. Am besten sucht man sich einen Parkplatz am Fluss und wandert dann hinauf zur unübersehbaren Kathedrale.

Unsere Restaurant- Tipps für die Bretagne: “Les Vieilles Poutres”, 21 Place du Martray. Hier gibt neben französischen Spezialitäten auch Pizza und Burger, was wiederum unseren Teenie glücklich machte. Was uns besonders gut gefiel: der Außenbereich befindet sich direkt auf dem Platz vor der Kathedrale mit einem schönen Blick auf die malerischen Fachwerkhäuser rundum.

Plage Bonaparte

Ein kleiner Strand mit großer Geschichte. Von hier aus flüchteten einst die Widerstandskämpfer 1944 nach London. Sie trafen sich im nahegelegenen “Maison d’Alphonse”, von dem heute nur noch die Ruinen zu sehen sind. Die Bucht Cochat erhielt damals das Codewort “Plage Bonaparte” unter dem sie noch heute bekannt ist.

Eine schmale geteerte Straße führt hinab zum Parkplatz und eröffnet einen traumhaften Blick aufs Meer. Von dort aus führt ein schmaler Tunnel durch die Felsen in die Bucht. Bei Ebbe gibt das Meer einen herrlichen Sandstrand frei, der von einer dramatischen Felskulisse umgeben ist.

Die Klippen von Plouha

Manchmal sollte man sich nicht allzu sehr auf den Reiseführer verlassen. Dort wurde Plouha nämlich als winziger Küstenort mit beeindruckender Landschaftskulisse angepriesen. Plouha liegt allerdings drei Kilometer im Landesinneren. Auch wenn wir das erhoffte Fischerdorf nicht gefunden haben – die Felsenküste in der Nähe sollte man sich nicht entgehen lassen.

Hier findet man die höchsten Klippen der Bretagne. Der “Pointe der Plouha” ist mit 104 Metern der höchste Punkt. Die Aussicht von hier ist atemberaubend. Bei unserem Besuch konnten wir unzählige Delfine aus der Vogelperspektive in der Buch beobachten – was für ein unvergesslicher Moment!

Wer die Klippen von Plouha besuchen möchte, findet in der Nähe einen Parkplatz (Pointe de Plouha), braucht aber gute Nerven. Es gibt nur begrenzte Parkmöglichkeiten und es geht hier recht eng und chaotisch zu.

Unsere Tipps für die Bretagne: Ein schöne Wanderung mit traumhaften Ausblicken führt entlang es Küstenpfades vom Plage Bonaparte zum Pointe de Plouha und denselben Weg wieder zurück (gesamt 7,5 Kilometer, 120 Höhenmeter, ca. 2,5 Stunden Gehzeit).

Die rosa Granitküste bei Ploumanac’h

Die “Côte de Granit Rose” ist ein Gesamtkunstwerk, wie nur die Natur es erschaffen kann. In Millionen von Jahren formten vulkanische Aktivitäten, geologische Umwälzungen, Meer und Wind aus dem rosafarbenen Granitstein unzählige bizarre Felsformationen. Hier kann man viel Zeit verbringen und entdeckt immer wieder neue Kunstwerke. Viele davon tragen Namen, doch am meisten Spaß macht es, selbst welche zu erfinden – ob Pilze, Hüte, Hunde, Austern, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Einige Felsen scheinen fast auf ihrem Untergrund zu schweben und es wirkt, als ob ein kleine Windstoß ausreichte, um ihnen das Gleichgewicht zu rauben.

Am schönsten ist die Côte de Granit Rose bei Ploumanac’h. Am besten parkt man auf dem Parkplatz “Côte de Granit Rose” hinter dem Campingplatz “Le Ranolien” und wandert den Küstenpfad entlang bis zum Strand von Saint-Guirec.

Unsere Tipps für die Bretagne: Je nach Wetter, Gezeiten und Tageszeit wirken die Felsformationen immer wieder anders – am schönsten kommt die rosa Farbe zur Geltung, wenn sie von der Abendsonne angestrahlt werden – leider blieb uns dieses Erlebnis nicht vergönnt, weil die Sonne sich nicht zeigen wollte.

Perros-Guirec

Weil wir den Strand von Saint-Guirec so schon fanden, möchte ich ihn an dieser Stelle noch einmal als Ausflugsziel erwähnen – auch wenn es schade wäre, hier keine Wanderung entlang der spektakulären Küste zu unternehmen.

Der wohl schönste Strand von Perros-Guirec liegt in einer kleinen geschützten Bucht. Er ist feinsandig uns sehr flach abfallend – ideal zum Baden, Stand-Up-Paddling oder Kanufahren. Da der Tidenhub hier sehr stark ist, muss man die Gezeiten im Auge behalten. Aber auch bei Flut ist noch ein kleiner Sandstrand vorhanden. In unmittelbarer Nähe gibt es mehrere Cafés, Restaurants und Läden.

Trégastel Plage und Île Renote

Gleich neben Perros-Guirec liegt der beliebte Badeort Trégastel Plage. Hier gibt es gleich mehrere schöne Badestrände sowie Kanu und Segelmöglichkeiten. Besonders gut hat uns der Strand bei der Halbinsel Île Renote gefallen. Schon allein die Fahrt zum Parkplatz entlang der Küste ist wunderschön.

Wer bei Flut baden möchte sollte jedoch vorsichtig sein – der Strand fällt steiler ab als man auf den ersten Blick vermutet. Unsere Tipps für die Bretagne: Unbedingt bei Ebbe hierher kommen. Dann kann man wunderschöne Strandspaziergänge machen und auch die vorgelagerte Insel zu Fuß erreichen. Allerdings muss man auch hier die Gezeiten im Auge behalten. Die Flut kommt sehr schnell und schneidet dann den Weg zu der vorgelagerten Insel ab.

Zu Fuß auf die Île Renote

Zu empfehlen ist auch ein Spaziergang entlang der Küste der Île Renote. Ein ideales Schlechtwetterprogramm ist das Aquarium von Trégastel Plage, das sich direkt an der Auffahrt zur Île Renote befindet (Eintritt: 8,40 Euro, Kinder: 5,80 Euro, Familien: 23 Euro).

Sehr schön sind auch die beiden nebeneinanderliegenden Strände Plage Grève Rose und Plage Grève Blanche. Perfekt für lange Strandspaziergänge, Schwimmen, Segeln, Kanufahren etc. Eine Segelschule befindet sich am Plage Grève Blanche. Bei Ebbe kann man die bizarren Granitfelsformationen aus nächster Nähe erkunden – muss allerdings die Gezeiten im Auge behalten.

Trébeurden

Der Badeort Trébeurden bleibt einem sicher nicht wegen seiner Schönheit in Erinnerung. Der Strand ist zwar schön und weitläufig, der Ort selbst aber eher durchschnittlich. Das Bild der Uferpromenade wird auf der einen Seite von einem großen Yachthafen und auf der anderen Seite von einer Bausünde geprägt: Riesige hässliche, halb verfallene Appartementanlagen vermitteln hier das Gefühl in einer Lost-Places-Inszenierung gelandet zu sein.

Wer wandern möchte, ist hier dagegen ganz gut aufgehoben – die Küste ist geprägt von zahlreichen Granitsteinformationen. Vom Pointe de Bihit hat man eine herrliche Aussicht über die Küste und auch die Île Milliau, die bei Ebbe zu Fuß zu erreichen ist, lohnt einen Besuch.

Restaurant Tipp für die Bretagne: Sehr gut fanden wir das Restaurant “La Voile”, 34 Rue de Trozoul. Von Seafood bis Burger – das Angebot ist breitgefächert, das Essen sehr gut, der Service etwas chaotisch. Man kann im Innen- oder Außenbereich sitzen und hat einen schönen Blick über den Yachthafen.

Morlaix

Das Städtchen Morlaix bietet eine wilde Mischung. Obwohl es ein ganzes Stück im Landesinneren inmitten einer Schlucht liegt, gibt es einen geschäftigen Hafen.

Ein mächtiges Eisenbahnviadukt prägt das Stadtbild, ebenso wie unzählige malerische Fachwerkhäuser. Die “Laternenhäuser” (Maisons à Pondalez) sind einzigartig – sie sind von spanischen Einflüssen geprägt und verfügen über überdachte Innenhöfe und kunstvoll verzierte Außentreppen. Das schönste ist das Maison dite de la Duchesse Anne, das auch besichtigt werden kann (Eintritt: 2,50 Euro).

Einen Blick von oben ermöglich die erste Etage des Viadukts. es ist über die Venelle aux Prêtres erreichbar. Anschließend lohnt sich eine Bummel durch die schmalen Gassen – und ein Päuschen in einer der Crêperien. Unsere Empfehlung “La Maison des Thés… à Morlaix, 34, Grande Rue. Hier gibt es nicht nur leckere Galettes und Crêpes sondern auch sehr gutes Eis.

Street-Art-Fans finden hier auch eine Vielzahl von Kunstwerken an den Fassaden außerhalb der Altstadt.

Roscoff und Île de Batz

Einen Ausflug nach Roscoff und auf die Île de Batz solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Roscoff hat uns von allen Küstenstädtchen am besten gefallen – schöne Läden, zahlreiche Cafés und geschäftiges Treiben, denn von hier starten die Fähren nach Irland und nach Plymouth (England). Genau genommen, hat es uns so gut gefallen, dass ich völlig verpennt habe, Fotos zu machen. Wie auch immer – wenn ihr in Roscoff seid, flaniert nicht nur entlang der Hafenpromenade sondern auch durch die kleinen Gassen mit den schönen alten Steinhäusern links vom Hafen.

Mit dem Boot auf die Île de Batz

Besonders zu empfehlen ist eine Tour auf die Île de Batz, die mit dem Boot in etwa einer Viertelstunde zu erreichen ist. (Hin- und Rückfahrt 9 Euro, Kinder 6 Euro). Schon die Bootsfahrt ist fantastisch und man hat wunderbare Ausblicke auf Roscoff un die vorgelagerten Felsen.

Die Insel selbst erinnerte uns sehr an die Isles of Scilly. Eine perfekte Mischung aus idyllischen Dörfern, hübschen Steinhäusern, netten Cafés und Restaurants, exotischen Blumen und traumhaften Buchten. Natürlich darf ein Leuchtturm nicht fehlen – garniert ist das Inselangebot mit einem Botanischen Garten (Eintritt 5 Euro, Kinder 2,50 Euro).

Unsere Tipps für die Bretagne: Nehmt euch Zeit und lasst euch einfach treiben. Erst entlang der Promenade und dann weiter durch das Dorf in Richtung Leuchtturm und zu den Stränden auf der anderen Seite der Insel.

Die Insel ist weit weniger besucht als die Île de Bréhat, daher ist auch das Ausleihen von Fahrrädern eine gute Option um die Insel zu erkunden. Wir waren zu Fuß unterwegs und haben die Wanderung – auf der wir auf weiten Strecken allein unterwegs waren – sehr genossen.

Huelgoat

Einfach nur magisch – eine Wanderung durch den zauberhaften Wald von Huelgoat ist ein Erlebnis für die ganze Familie, das man so schnell nicht vergisst. Es ist wie eine Reise in eine andere Welt, wenn man in die grüne Dschungellandschaft eintaucht. Ganz sicher – hier müssen einfach Feen leben! Überdimensionale Pilze aus Granitstein, ein riesiger Felsbrocken, den man zum Wackeln bringen kann, versteckte Teiche und Wasserfälle, Höhlen und moosbewachsene Bäume und Felsen – hier reiht sich ein magischer Ort an den anderen und man mag gar nicht mehr in die “echte” Welt zurückkehren.

Durch den Wald führen verschiedene Wanderrouten, die jedoch nicht ausgeschildert sind.

Unsere Tipps für die Bretagne: die passende Karte für den Zauberwald von Huelgoat könnt ihr hier downloaden.

Vallées des Saints

Weit blicken die Statuen von einem Hügel aus über das Land. Mehr als 100 steinerne, bis zu vier Meter hohen Riesenstatuen bretonischer Heiliger stehen hier oben – über 1000 sollen es einmal werden. Wer mag, kann sich an der Finanzierung des Baus einer Statue beteiligen.

Der Eintritt ist frei – jedoch fallen Parkgebühren von 5 Euro an.

Dinard

Der mondäne Badeort Dinard mit seinen schmucken Villen hat eine lange Tradition. Hier kann man herrlich bummeln – es gibt unzählige tolle Läden und Restaurants. Ein herrlicher Sandstrand liegt der Stadt zu Füßen – vorausgesetzt, es ist Ebbe. Ein Gezeitenbecken, das bei jeder Flut mit frischem Meerwasser gefüllt wird, ermöglicht gezeitenunabhängigen Badespaß -sofern man sich von der Wassertemperatur nicht abschrecken lässt.

Eine Hitchcock-Statue überrascht an der Uferpromenade – Gerüchten zufolge, soll sich der berühmte Regisseur von einer der Villen für den Drehort von “Psyche” inspirieren haben lassen. Doch die Statue mit den Möwen erinnert doch sehr an seinen Film “Die Vögel”.

Saint-Malo

Die Festungsstadt gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in der Bretagne und das natürlich völlig zu Recht. Dicke Festungsmauern umgeben die ganze Stadt, die nur durch wenige Eingänge erreichbar ist. Ein Gewirr von schmalen kopfsteingepflasterten Gassen, unzählige Läden und vermutlich die größte Restaurantdichte der Bretagne erwartet die Besucher.

So unerreichbar die Stadt von außen wirkt, so wild ist der Trubel innerhalb der Mauern. Menschenmassen, Autos und Touristenbähnchen drängen sich hier dicht an dicht. Leider sorgt das dafür, dass man den Charme von Saint-Malo nicht so recht genießen kann. Wir haben uns dann entschlossen, einen Bummel über die Stadtmauer zu machen und Saint-Malo von oben zu betrachten – was um einiges entspannter war.

Unser Unterkunfts-Tipp für die Bretagne: Bed & Breakfast “Porzh Person”

Es gibt Orte, an denen man sich von Anfang an so wohl fühlt, dass der Abschied schwer fällt. So ein Ort war unsere Bed & Breakfast Pension Porzh Person in der Bretagne – genauer gesagt in Tonquédec nahe Lannion. Schon der Empfang war sehr herzlich – und wir bekamen jede Menge wertvolle Tipps für Ausflugsziele in die Region, Informationen über Land und Leute und alles mögliche, was es eben so über die Region zu erzählen gibt.

Hausgemachte Kuchen & Marmeladen

Jeden Morgen nutzen wir das leckere Frühstück für ein Pläuschen mit unseren Gastgebern. Was wurden wir verwöhnt: frischgebackene Croissants, knuspriges Baguette und jeden Tag eine andere bretonische Spezialität, die die Hausherrin eigens für uns gebacken hatte. Dazu gab es selbstgemachte Marmeladen und die leckere, leicht salzige und für die Bretagne typische Butter.

Das ehemalige Pfarrhaus ist von einem großen, sehr gepflegten Garten mit unzähligen exotischen Pflanzen umgeben. Unser Zimmer befand sich unter dem Dach und bot Platz für 5 Personen – perfekt für unsere Familie. Das Zimmer war sehr geräumig und in zwei Schlafzimmer aufgeteilt. WLAN war vorhanden (was für die Teenies wichtig war) – ebenso wie die Möglichkeit, unser E-Auto über Nacht aufzuladen. Alles war liebevoll eingerichtet und blitzsauber – eine schönere Unterkunft in der Bretagne kann man sich kaum vorstellen!

Kulinarische Tipps für die Bretagne:

Kulinarische Spezialitiäten

Kulinarisch hat die Region jede Menge zu bieten – deshalb war wir auch kulinarische Tipps für der Bretagne für euch zusammengestellt:

Unbedingt probieren solltet ihr:

Galettes

Buchweizenfladen werden traditionell mit Schinken, Käse und Ei gefüllt. Aber es gibt zahlreiche Varianten – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt – einfach durchprobieren! Zu den Galettes wird traditionell Cidre getrunken, der in einer Tasse serviert wird.

Crêpes

Süße Pfannkuchen mit allen möglichen Füllungen

Caramel au Beurre Salé

Karamall mit salziger Butter – ein Gedicht! Am besten in Kombination mit Crêpes probieren!

Moules

Miesmuscheln sind ursprünglich keine bretonische Spezialität – dass sie aber auf keiner Karte fehlen, liegt daran, dass sie hier inzwischen im großen Stil gezüchtet werden. Die Muscheln werden in Weißweinsud gegart und mit Sahne verfeinert. Serviert werden sie mit Pommes Frites.

Coquille Saint-Jacques

Der Fang der Jakobsmuscheln wird streng überwacht – aber da diese Muschelart an der Nordküste häufig vorkommt, findet man sie auf der Karte vieler Restaurants.

Huîtres

Austern mag man – oder man mag sie nicht. Zumindest kenne ich niemanden, der sie “ein bisschen mag”. Ich mag sie gar nicht, daher landeten sie nicht auf meinem Teller – wohl aber auf den Tellern vieler Menschen um uns herum im Restaurant.

Kouign Amann

Sündhaft leckerer bretonischer Butterkuchen. Da er mit salziger Butter hergestellt wird, bildet sich eine Art Salzkaramellkruste.

Far Breton

Eine Kuchen mit Backpflaumen

Andouille

Diese bretonische Wurst wird ausschließlich aus Innereien hergestellt – je nach Geschmack vielleicht gut zu wissen, bevor man bestellt…

Hinterlasse einen Kommentar