Sardinien, abwechslungsreicher Inselurlaub für Familien

by Antje Gerstenecker
Nuraghe, Sardegna

Sardinien – traumhafter Blick von einem Nuraghen-Turm auf’s Meer (Foto: forcdan – Fotolia.com)

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Sardinien steht beim Familienurlaub meist nicht so sehr im Fokus wie Mallorca, Kreta oder Zypern. Zu Unrecht, denn die italienische Insel ist besonders kinderfreundlich und hat neben einer großen Auswahl an entsprechenden Hotel- und Ferienanlagen eine abwechslungsreiche Landschaft zu bieten. Dabei sind die Preise durchaus erschwinglich, wie ein Blick auf die Angebote von Neckermann-Reisen für einen Sardinien-Urlaub zeigt. Die Voraussetzungen für einen entspannten Badeurlaub sind bestens. An der fast 2000 Kilometer langen Küste findet sich für jeden der passende Strand, von der kleinen, einsamen Bucht bis zum blütenweißen Flachstrand für Familien mit Kindern. Besonders die Ostküste ist für ausgiebige Wasserschlachten geeignet, denn hier ist es im Gegensatz zur West- und Nordküste wesentlich windstiller. Von den Temperaturen her ist auch der Oktober noch zum Baden geeignet. Die Tages- und Wassertemperaturen liegen im Mittel immer noch bei knapp 20 Grad – am Pool ist es auf jeden Fall gut auszuhalten.

Mythos Atlantis und greifbare Geschichte

An Ausflugszielen als Abwechslung zu den Badetagen besteht auf Sardinien wahrlich kein Mangel. Auf Bootsausflügen vor der Costa Smeralda lassen sich Delfine beobachten oder man besichtigt eine der vielen Meeresgrotten mit ihrem faszinierenden Farbenspiel. Oft wird bei den Bootsfahrten ein Stop an entlegenen Buchten eingelegt, sodass für Abkühlung unterwegs gesorgt ist. An Land sind die Tropfsteinhöhlen Is Zuddas und Ispignoli schöne Ausflugsziele für kleine Höhlenforscher. Apropos Forschung: Es gibt Wissenschaftler, die die These vertreten, Sardinien sei das legendäre Atlantis. Ob das nun stimmt oder nicht, auf jeden Fall ist es ein reizvolles Mysterium, das Kindern Spaß macht. Greifbarer wird Geschichte in der antiken Ruinenstadt Tharros an der Westküste, wo es steinerne Zeugnisse der Phönizier, Punier und Römer zu sehen gibt.

Wandern im Naturparadies

Auf der ganzen Insel verteilt finden sich außerdem Überreste der prähistorischen Bonnanaro-Kultur, die sogenannten Nuraghen. Dabei handelt es sich um steinerne Turmbauten, die vermutlich kultischen Zwecken dienten. Sie lassen sich wunderbar auf Wanderungen entdecken, die zugleich die Naturschönheit der Insel erschließen. Es geht durch Wälder mit seltenen Korkeichen, vorbei an den Dünenstränden auf der Sinis-Halbinsel, durch das wilde Kalkstein-Massiv Supramonte oder durchs lieblich-grüne Gennargentu-Gebirge. Etwas Abenteuerlust und ein guter Orientierungssinn ist übrigens bei längeren Touren angeraten, denn Wegmarkierungen fehlen weitgehend. Auch das erhältliche Kartenmaterial ist nicht das Beste – wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt besser an einer geführten Wanderung teil. Für Kinder gut geeignet ist das Gesturi-Hochplateau – mit etwas Glück lässt sich ein Blick auf die dort lebenden Wildpferde erhaschen.

Sport und Spaß

Ist die Unternehmungslust immer noch ungebrochen, lässt es sich auf Sardien auch toll sporteln und toben. Reiten, Radfahren, (Mini)golf oder Tennis spielen, Bolzen auf dem Fußballplatz oder in den großen Wasserparks rutschen, bis der Po protestiert: Trübsal blasen ist sicher nicht nötig. Bei schlechtem Wetter sind der riesige Vogelpark Parco Degli Uccelli oder das Sea Aquarium Cala Gonone lohnenswerte Ausflugsziele.

Um den Facettenreichtum der Insel voll auszukosten, sollte man sich auf Sardinien wirklich einen Mietwagen gönnen. Fürs Baden bleibt da am Ende wahrscheinlich wenig Zeit.

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