Lost Places: Das verlorene Paradies an Kenias Küste

by Antje Gerstenecker

Es war einmal ein Paradies in Kenia

Ich hatte ein heftiges Kribbeln im Bauch, mein Herz pochte wie verrückt – zum ersten Mal nach 12 Jahren sollte ich wieder zurück an den Ort kommen, der in den 90-er Jahren für sechs Jahre meine Heimat war. Die Hotelanlage habe ich als kleines Paradies in Erinnerung: Vier Hotels in einem riesigen tropischen Park, direkt am Meer gelegen. Nur ein paar Stufen vom paradiesischen Sandstrand Shanzu Beach getrennt. Rundherum eine riesige Parkanlage mit mehreren Seen, farbenprächtigen tropischen Pflanzen, unzähligen Enten, Schwänen und Pfauen, Tennis- und Volleyballplätzen, Poollandschaften, Bars und Restaurants. Eine wunderbare Aussicht auf das leuchtend blaue Meer und das vorgelagerte Riff.

Tropische Vegetation und viel Platz für Tiere

Dazu die Tierwelt der tropischen afrikanischen Küste: Reiher, Warane, Schmetterlinge, verschiedene Reptilien und natürlich eine Menge Affen, die immer wieder die Hotelanlagen durchstreiften. Und all die Katzen, die dafür sorgen sollten, dass möglichst wenig Futter für die Schlangen in den Hotelgärten zu finden war. Und das ganz kleine Paradies, liebevoll gepflegt von unzähligen Mitarbeitern, immer mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht und einem herzlichen “Jambo” auf den Lippen. Während meiner ganzen Zeit in Kenia war mit sehr bewusst, was für ein Geschenk es war, an so einem wunderbaren Ort leben zu dürfen. Nie wurde der gigantische Blick aufs Meer und das Erleben der spektakulären Fauna und Flora auf Safaris für mich zur Routine – im Gegenteil.

Spagat zwischen Tourismus und lokaler Kultur

Und trotzdem war natürlich nicht alles eitel Sonnenschein. Der tägliche Spagat zwischen den Ansprüchen der Touristen, der lokalen Kultur und den Vorgaben des Unternehmens war oft nicht leicht zu bewältigen. Und immer wieder drohte man im Alltagsstress zu versinken. Nie habe ich mehr gearbeitet als an diesem Ort, an dem die anderen Urlaub machen. Aber ich bin dankbar dafür, dass ich an diesem Ort leben und so viele unvergessliche Erfahrungen machen durfte – und dass mich die Menschen in Kenia so herzlich aufnahmen, dass ich nie das Gefühl hatte, ein Fremder zu sein. Noch immer schwärme ich von meiner Zeit dort, und merke, dass ich beim erzählen sofort leuchtende Augen bekomme und in Erinnerungen schwelge. Es vergeht bis heute kein Tag, an dem ich nicht glaube, das Rauschen des Meeres zu hören, den Duft der Frangipani-Blüten zu riechen oder das Gefühl der Freiheit auf Safari und die Intensität des Lebens in Afrika zu spüren. Die Sehnsucht ist geblieben. Selbst beim Verfassen dieser Zeilen überwältigen mich die Erinnerungen und muss mir das “Pipi in den Augen” verkneifen. Ja, es war eine intensive und prägende Zeit…

Vom Urlaubstraum zum Lost Place: Das verlorene Paradies

Über zehn Jahre war ich nicht da. Ich hatte nicht den Mut zurück nach Kenia zu fahren. Zu groß war meine Angst, nicht mehr das Paradies vorzufinden, das ich so schön in meiner Erinnerung hatte. Die Einladung zur Hochzeit meiner Freundin, ließ mich schließlich über meinen Schatten springen und einen Flug nach Mombasa buchen. Ich wusste, dass unsere damalige Firma inzwischen nicht mehr existierte und dass sich vieles – nicht unbedingt zum Vorteil verändert hat. Doch ich war nicht auf den Anblick verlassenen Hotels und Parks vorbereitet. Zusammen mit einem Freund fuhr ich die Auffahrt zu den ehemaligen ASC-Hotels entlang. Das Tor war nicht verschlossen, kein Askari in Sicht. Wir betraten den Weg der zum ehemaligen Head Office führte und konnten nicht glauben, was wir sahen. Die Natur hat sich innerhalb nur eines Jahres Stück für Stück das Gelände zurückgeholt. Die Parkanlage völlig verwildert. Die leuchtend bunten Bouganvillea-Büsche haben die Straßen zu großen Teil erobert. Die Sportanlagen völlig verwildert. Die Gebäude, inzwischen recht verfallen, sämtliche Möbel, Fliesen, Geländer, Türen und alles was sonst nicht niet- und nagelfest war sind verschwunden, vermutlich geplündert. Im ehemaligen Nachtclub liegen unzählige Papiere auf dem Boden verstreut. Getränkekarten, Staff-Unterlagen, Bestellformulare… – der Innenraum nur noch ein verfallener Rohbau. Die anderen Gebäude sehen ähnlich aus. Beim Blick hinauf zu meiner alten Wohnung hinauf muss ich schwer schlucken – alles verfallen. Ich fürchte, das Gebäude ist schwer Einsturz gefährdet und wage es nicht, hinaufzugehen und die Räume zu betreten. Doch eigentlich reicht schon ein Blick aus der Ferne aus… – wie konnte es nur so weit kommen?

Seht selbst:

IMG_4563

Die Einfahrt zum ASC-Head Office und zu den Hotels Palm, Coral, Shanzu und Paradise

IMG_4564

Die Zebra-Bemalung der Randsteine verblasst langsam aber sicher

IMG_4565

Einst tropischer Garten, jetzt verwilderter Palmenwald

IMG_4566

Die ehemaligen Tennisplätze

IMG_4567

Die Bougainvillea haben sich schon die Hälfte des Weges zum ehemaligen Shanzu und Paradise Beach Hotel zurückerobert

IMG_4568

Einst das stolze ASC Head Office…

IMG_4577

Der Eingang zum ASC Head Office

IMG_4569

Der Eingang zum ehemaligen Coral Beach Hotel

IMG_4570

Links der Taxistand, geradeaus der Eingang zum ehemaligen Twin Star Nachtclub

IMG_4571

Früher Twin Star – irgendwann dann The Lion Club – heute Ruine

IMG_4573

Der Eingang zum Nachtclub

IMG_4574

Alle Holzteile sind entfernt worden – der Aufgang zu meiner ehemaligen Wohnung

IMG_4575

Blick durch eines der Zimmer in den Hotelgarten

IMG_4576

Eingang Palm Beach Hotel

IMG_4578

Eingangsbereich Coral Beach Hotel

IMG_4579

Einer der letzten Bewohner des ehemaligen ASC-Geländes

 

Vielen Dank an dieser Stelle an Carolin vom Reiseblog Esel Unterwegs, die es mit ihrer Foto-Challenge geschafft hat, dass ich endlich die Bilder Online gestellt habe. Entstanden sind die Fotos im Februar 2012. Wie es heute dort aussieht weiß ich nicht… – und ich bin nicht sicher, ob ich es wirklich wissen will…

Eure Kommentare:

Ich bekomme gerade unzählige Nachrichten, Kommentare, Emails etc zu diesem Thema – vielleicht könnt ihr alle hier nachfolgend eure Infos und Kommentare schicken? Das wäre super, denn dann könnten die anderen jeweils auch sehen, was es Neues zu dem Thema gibt. Wer hat aktuelle Bilder und Infos? Wie sieht das Paradise inzwischen aus? Und das Shanzu? Und das Flamingo? Und natürlich das Dolphin? Was ist aus dem Mara Buffalo Camp geworden?

Ich würde mich riesig freuen, mehr zu hören!!!

51 Kommentare

Ulrike Gilge 26. März 2014 - 08:36

… auch Pippi in den Augen. Kann gar nicht mehr sagen!

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 09:58

Ja Ulrike…unglaublich, wie viele Erinnerungen plötzlich hochkommen… ich frage mich, wie es heute aussieht.

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 10:37

Habe gerade über Facebook die Nachricht bekommen, dass es jetzt noch schlimmer aussieht – wie traurig…

Reply
Brigitta Pansy-Kunesch 15. Juni 2014 - 22:30

Zufällig hab ich heute diese homepage entdeckt. Mein Gott, ist das lange her und wie schön war es anfangs. 25 Jahre lang (interessanterweise auf den Tag genau) war ich für den ASC in Österreich verantwortlich. Bei diesen Fotos zum Shanzu/Palm/Coral/Paradise tut mir auch das Herz weh. Aber vorbei ist vorbei. Trotzdem schade. Wie oft hab ich mir gesagt: Brigitta, leg Dich nicht immer mit den Chefs an, es ist nicht deine Firma. Aber es wollte ja nie jemand Kritik hören da oben. Es freut mich, dass es so viele Menschen gibt, die nach wie vor an diese tolle Zeit denken!

Reply
Antje Gerstenecker 16. Juni 2014 - 23:01

Liebe Frau Pansy, ich kann mich sehr gut an sie erinnern, auch an das eine oder andere Telefonat mit Ihnen. Ja, in der Kenia-Zeit stecken von uns allen viel Herzblut und viele schöne Erinnerungen. Gut, dass negative Erinnerungen mit der Zeit verblassen – und wichtig ist doch vor allem, dass wir unser Bestes gegeben haben 🙂

Reply
Conny Lotz 26. März 2014 - 09:40

das ist wirklich eine Schande ich habe mich in den ASC Hotels so wohl gefühlt
traurig ist dafür gar kein Ausdruck

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 11:32

Ja Conny, man kann sich kaum vorstellen, wie aus diesem riesigen Unternehmen so eine Ruine werden konnte. Wenn man bedenkt, wie groß aufgestellt die Firma einmal war: größter Safariveranstalter in Ostafrika, 14 Hotels und Lodges, 180 Fahrzeuge, 2 DC8, 1 DC10, 6 Safariflugzeuge, ein Kreuzfahrtschiff, Yachten und und und

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 10:37

Habe gerade über Facebook die Nachricht bekommen, dass es jetzt noch schlimmer aussieht – wie traurig…

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 10:38

Ja Conny, man kann sich kaum vorstellen, wie aus diesem riesigen Unternehmen so eine Ruine werden konnte. Wenn man bedenkt, wie groß aufgestellt die Firma einmal war: größter Safariveranstalter in Ostafrika, 14 Hotels und Lodges, 180 Fahrzeuge, 2 DC8, 1 DC10, 6 Safariflugzeuge, ein Kreuzfahrtschiff, Yachten und und und

Reply
Michael Manak 26. März 2014 - 10:48

furchtbar, auch Mombasa hat sich negativ verändert…

Reply
Alfred Petz 26. März 2014 - 11:08

Wie du richtig schreibst: "Mombasa hat sich "auch" verändert…ich bin viel unterwegs, derzeit vorwiegend in Österreich und es fällt mir schwer etwas zu finden, daß sich zum Guten hin verändert. 🙁

Reply
Markus Hofer 26. März 2014 - 12:11

Wirklich schade, dass den sich dem Komplex keine andere Hotelkette angenommen hat

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 12:21

Das stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass das irgendwelche vertraglichen Gründe hat. Denn die Location ist ja ein Traum. Vielleicht weiß ja jemand mehr???

Reply
Eric Kayser 26. März 2014 - 12:44

Hi Antje, nice to read your review but yes, a real disaster due probably by the collapse of the Moi camp at the head of Kenya which was the main support of Rüdin and C°, they obviously forgot to "sprinkle" the rest of the politicians in the country. And also because ASC/ASA was only a "façade" or the tip of the iceberg of their businesses, some others where much more lucrative !! I was there when the hotels burned down in 2003 at a time when all the guests where in their rooms, around 19.00. It did not just happen by mischance but was just a warning.

Reply
Meehr erleben, Reisen mit Kindern 26. März 2014 - 13:06

It really hurts to see all this – expecially because all of us gave a lot of blood, sweat and tears for this Company!

Reply
Sylvia Liebisch 26. März 2014 - 14:36

sehr traurig!

Reply
Jan Droese 26. März 2014 - 17:02

Hallo Antje, ich weiss genau wie es Dir bei diesen Anblick ergangen ist. Auch ich habe fast 6 Jahre dort verbracht und Kenia lieben gelernt.Doch musste ich auch zuschauen wie die Selbstherrlichkeit vom Senior, die Dummheit eines Sohnes und die Krimienelle Energie des MD, dass Unternehmen zerstoerten.Nach und nach ging das Schiff unter … und du kannst nichts machen.Viele Schlaflose Naechte, nicht gehoerte Warnungen usw. …. Ich musste 2009, um nicht Wahnsinnig zu werden, den ASC verlassen. Sehr ,sehr schade

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 23:52

Hallo Jan, ich habe sicherlich das Unternehmen in seiner Glanzzeit kennengelernt. Ich bin sehr dankbar für die großartige und unvergessliche Zeit dort. Bis heute ist ein Teil meines Herzens in Kenia und ich betrachte das Land als ein Stück Heimat. Meine Reise zurück in die Vergangenheit war nicht einfach. Mal abgesehen von den Bildern, habe ich einige meiner alten Kollegen getroffen und wirklich traurige Geschichten gehört. Der Untergang des ASC hat viele Existenzen der Mitarbeiter zerstört – eine wirklich tolle und sehr fähige Kollegin sitzt jetzt am Straßenrand und verkauft Feuerholz um einigermaßen durchzukommen, wie es all den anderen geht, möchte ich mir gar nicht vorstellen…

Reply
Caroline Stassen 26. März 2014 - 18:14

das stimmt,war wiklich ein tolles hotel.sehr sehr schade 🙁

Reply
Pia Hoffmann 26. März 2014 - 18:43

Sad. Did you see the Flamingo…? 🙁

Reply
Antje Gerstenecker 26. März 2014 - 23:06

Flamingo was renovated and is open again. I hear they did a good job but havn’t seen it myself.

Reply
heinz burri 27. März 2014 - 07:07

……bin sehr traurig

Reply
Antje Gerstenecker 27. März 2014 - 08:12

Hallo Heinz! Lange nichts gehört!!! Wie geht es dir?

Reply
Marion-Anett Sewing 29. März 2014 - 17:12

(y) So habe ich es schon von 2007 in Erinnerung, ist nur noch ein bißchen schöner geworden.

Reply
Antje Gerstenecker 29. März 2014 - 22:37

Die Location ist einfach großartig! Schön, dass wenigstens das Flamingo wieder zum Leben erwacht ist. Weiß jemand, was mit dem Dolphin passiert ist?

Reply
Vergessene Orte in Deutschland: Das Restaurant | Esel unterwegs / Travelling donkey 30. März 2014 - 20:11

[…] hat mich auch die Geschichte von Antje, die uns an ihren früheren Arbeitsplatz in Kenia mitnimmt. Vielen Dank, dass du diese Erinnerung mit uns […]

Reply
Andreas 7. April 2014 - 11:01

Das tut mir leid. Ich kann glaube ich nachvollziehen wie man sich in solchen Momenten fühlt.

Reply
Antje Gerstenecker 7. April 2014 - 15:19

In der Tat eine sehr bewegende Erfahrung. Kennst du die Hotels persönlich?

Reply
Tanja @Reiseaufnahmen 21. April 2014 - 11:25

Toller Beitrag. Ich war gerade in Tansania und war vor allem auf Sansibar überwältigt, wie viele geplatzte Träume, Hoffnungen und Existenzen in dem Paradies zu finden sind. Deine Bilder haben das toll in Worte gefasst. Wirklich schade, wenn es so weit kommt.

Darf ich dir noch eine technische Frage stellen? Mein Blog ist ganz neu und ich suche diese 2-Klick Plugin für die Social Shares, kannst du mir sagen, wie deines heißt und ob du zufrieden damit bist?

Danke!

Reply
Antje Gerstenecker 22. April 2014 - 21:18

Vielen Dank für die Blumen! Sansibar hat mich auch total überwältigt – allein die Vorstellung, wie es dort früher einmal aussah ist schon sehr bewegend. Aber es zeigt einmal mehr, dass jedes Paradies auch seine Schattenseiten hat.

Ich nutze dieses Plugin: http://ppfeufer.de/wordpress-plugin/2-click-social-media-buttons/ – bisher bin ich sehr zufrieden damit und hatte keine Probleme.

Reply
Marietta Brethauer-ziegler 10. August 2014 - 09:49

Mein lieblingshotel war das malaika…
War jetzt schon öfter wieder in kenya aber ist nicht mehr das selbe…
Es ist teuer geworden und Service wie man ihm vom asc gewöhnt war gibt es nicht mehr.serena ist noch gut, aber das kann sich ottonormalverbraucher kaum leisten…
Ich könnte jedes mal heulen. Wenn ich an meine aufenthalte mit dem asc denke..das war wirklich ein traum im paradies!!!

Reply
Antje Gerstenecker 12. August 2014 - 16:35

Liebe Marietta, das Malaika war wirklich ein sehr nettes und familiäres Hotel. Es sind viele neue Hotels, vor allem an der Südküste gebaut worden. Aber leider ist die aktuelle Lage kaum überschaubar. Hoffen wir, dass bald wieder sorglose Urlaube in der Region möglich sind.

Reply
Daniela Köster 9. November 2014 - 12:27

Hallo Antje,

unglaublich, wie schnell sich die Natur des Hotels bemächtigt hat. Und ich war sehr erstaunt zu lesen, dass das Hotel nach dem Untergang des ASC nicht von einer anderen Kette übernommen wurde, denn die Lage ist ja topp.

Ja – die Lage in Kenia ist einfach nur traurig. Kaum hat sich das Land ein klein wenig vom letzten Schock erholt, kommen wieder die nächsten schlimmen Nachrichten.

Viele Grüße

Daniela

Reply
Antje Gerstenecker 9. November 2014 - 22:46

Es ist im Moment schlimm mit anzusehen. Es gibt so viele Baustellen auf einmal… Ich weiß nicht, wie der neueste Stand bezüglich der Hotelverkäufe ist, aber wenn zur Zeit der Tourismus am Boden liegt, nutzt ein Hotel in der besten Location nichts. Man kann nur hoffen, dass die Lage bald wieder stabiler wird und der Tourismus wieder wächst.

Reply
Dolphin 31. Januar 2015 - 09:09

Die Sucht bleibt.
2011 war ich in Kenia um mein Haus zu verkaufen – allein das ist schon eine Story zwischen Gut und Böse, Jubel und Wahnsinn, Lebensfreude und Mordgelüste.
von 1996 bis 2008 war ich in Kenia, habe auch einige Jahre für den ASC gearbeitet – war in allen Parks, habe ganz Kenia bereist, Sansibar und und und…

zum Schluß — seinen wir froh dass wir es unbeschadet und “gesund” überstanden haben – ich denke die Insider wissen was ich meine !

Kwaheri Paradies

Reply
Antje Gerstenecker 1. Februar 2015 - 19:30

Es fällt schwer zu akzeptieren, dass ein Ort, der so viele schöne Erinnerungen birgt, sich so verändert hat. Hoffen wir mal, dass es bald auch wieder positive Nachrichten aus Kenia gibt!

Reply
Nadine Sonja 22. Juli 2016 - 15:57

Gibt es das Malaika noch? Dort habe ich damals gearbeitet. Vielen Dank für diese Bilder. Ich hab es schon geahnt. Ich wollte auch die ganzen Jahre gern zurück, um zu schauen, was aus meinem Zuhause damals geworden ist, aber habe auch immer gedacht, dass es wahrscheinlich eine Enttäuschung werden wird. Es jetzt so nochmal zu sehen, ist wirklich traurig.

Reply
Antje Gerstenecker 25. Juli 2016 - 22:11

Liebe Nadine,
ich bin mir nicht sicher, was mit dem Malaika ist – leider hatte ich keine Möglichkeit, auf das Flamingo-Gelände zu gelangen. Das Flamingo hat inzwischen wieder geöffnet. Vom Malaika habe ich nichts mehr gehört…

LG Antje

Reply
Barbara Poggel 17. November 2018 - 15:31

Wenn ich das lese bin ich einfach nur traurig.
Ich war mit Freundinnen und Familie 2x im coral Beach und Bekannte im Shimo La tewa., alles damals über ASC. gebucht. Das war in 1980/81 . Ich war bei einem anderen Reiseveranstalter tätig. Es war eine wunderschöne Zeit. Ich konnte spät abends mit meinen Freundinnen allein zur Disco nach Mombasa fahren. Wir waren sehr oft unterwegs. Haben dort auch ein paar nette Leute aus Ruanda kennengelernt. Hatten auch noch Jahre später noch Kontakt.
Wir haben sehr viel auch allein unternommen. Drei Mädels im Alter von 20 Jahren. Ich denke heute undenkbar.
Das schönste ist ich habe dort meinen ehemaligen Ehemann kennengelernt. Er kam aus Düsseldorf und war mit einer Fußball Mannschaft dort. Spielten in Mombasa ein freundschaftsspiel.
Das Resulat ist meine heute 36 alte Tochter. Ich denke so gern an diese Urlaube und die schöne Zeit mit Bingoabenden etc Jetzt alles verfallen. Das tut weh. Weiß jemand ob das Shimano Tewa noch existiert??
Liebe Grüße.

Reply
Antje Gerstenecker 19. November 2018 - 13:22

Liebe Barbara,

danke, dass du deine Erinnerungen und Erlebnisse hier mit uns teilst. Du hast in Kenia offensichtlich viele tolle und unvergessliche Momente erlebt – die kann dir keiner mehr nehmen. Ich weiß leider nicht, ob das Shimo noch existiert – vermute aber eher nicht. Die Lage war für ein Hotel nicht einfach zu verkaufen – viele Gäste haben sich beschwert, weil der Strand so weit weg war. Andere liebten genau diese Location und kamen jedes Jahr wieder.

Liebe Grüße
Antje

Reply
Anne Wüthrich 11. Juli 2019 - 20:35

Liebe Antje.
Es war eine schöne Zeit mit ASC in Kenya. Ich verbrachte meine Zeit Ende der Achtziger in Kenya im Palm Beach Hotel. Damals war Thomas Tapkin der Manager. Ich bin genau wegen der Angst vor Enttäuschung und schöne Erinnerungen zerstört werden, nie mehr nach Kenya gereist. Mein Mann ist verstorben und wir verbrachten unsere glücklichste und unbeschwerteste Zeit in dem Land.

Reply
Marianne Wüthrich 11. Juli 2019 - 20:35

Liebe Antje.
Es war eine schöne Zeit mit ASC in Kenya. Ich verbrachte meine Zeit Ende der Achtziger in Kenya im Palm Beach Hotel. Damals war Thomas Tapkin der Manager. Ich bin genau wegen der Angst vor Enttäuschung und schöne Erinnerungen zerstört werden, nie mehr nach Kenya gereist. Mein Mann ist verstorben und wir verbrachten unsere glücklichste und unbeschwerteste Zeit in dem Land.

Reply
Peter Hedrich 20. Juli 2019 - 13:09

Den Niedergang des ASC mit zu erleben war schon hart. Ich war ab Mitte der Achtziger nahezu jedes Jahr mit dem Safari-Club in Kenya und habe dort 1989 in der Mombasa Memorial Cathedral geheiratet. Mein Trauzeuge war der damalige Barchef des Coral Beach,Mr. Alex Jape Dzombo. Mittlerweile ist die Ehe geschieden-aber die Erinnerungen an dieses wunderschöne Land und die vielen netten Menschen und grandiosen Safaris und Erlebnisse wird bleiben. Ich bin dem ASC bis 2004 treu geblieben,allerdings zeichnete sich das Ende durch Mißmanagement bereits zu diesem Zeitpunkt ab.
Seit letztem Jahr bin ich wieder verheiratet und meine Frau teilt mittlerweile meine Begeisterung für Kenya absolut und wir waren auch schon zweimal an der Südküste im Papillon Beach. Einen Besuch an der Nordküste habe ich unterlassen,denn ich wollte mir diesen Schmerz,den Antje Gerstecker erleben mußte,ersparen.
Aber es wärmt mir irgendwie das Herz,wenn ich hier von so vielen Leuten lese,die auch so schöne Lebenszeit dort verbracht haben!
Vielleicht weiß jemand, ob die kleinen Shops an der Straße zu Dolphin und Flamingo noch existieren? Dort hab ich viele schöne Stunden verbracht.

Kwaheri!

Reply
Antje Gerstenecker 21. Juli 2019 - 19:09

Jambo Peter,

die Shops an der kleinen Straße zwischen Paradise und Flamingo gibt es noch. Nicht mehr alle, die früher da waren, aber immerhin noch ein paar. Seit die Hotels rundum wieder geöffnet sind, gibt es für die Shopbetreiber endlich auch wieder mehr Business. Aber es ist nicht mehr, wie es einmal war.
Es ist schön, dass du Kenia die Treue gehalten hast, lieber Peter. Und es geht mir wie dir – ich finde es wundervoll, dass so viele Menschen hier ihre Erlebnisse und Gefühle teilen. Es ist ein Thema, das uns alle verbindet!
Liebe Grüße
Antje

Reply
Marion 26. Juli 2019 - 02:48

Durch Zufall habe ich diese seite gefunden, als ich mir heute den Film “Paradies: Liebe” ansah. Der Film spielte teilweise im Flamingo Beach, wurde wohl 2012 gedreht und immer wieder tauchten Fahrzeuge vom ASC auf, den es aber da schon nicht mehr gab…so dass ich ersteinmal recherchierte, wann dier Untergang des ASC war.

Ich war von 1990 bis 1992 3 mal in Kenia. Wir wohnten im Watamu, Silver Star und im Malaika. Letzteres fand ich an schönsten, auch wenn es keinen eigenen Strand hatte. Später wurde das Malaika als “Vasco da Gama angeboten. Wenn man bei Google maps nachschaut, kann man sehen, dass es das Flamino noch gint, das Malaika aber verfällt, der Pool war vor 4 Jahren schon nur noch braune Brühe. Ich hab vor Jahren mal bei ebay eine Landkarte des ASC aus dem Besgtand eines Mitarbeiters erstanden und noch nicht mal ausgepackt… ja, auch wenn man nur Kunde war, es schmerzt.

Reply
Antje Gerstenecker 28. Juli 2019 - 18:34

Hallo Marion,
ich habe den Film auch gesehen und einige Déjà-Vu-Momente gehabt. Ehrlich gesagt habe ich mich gewundert, warum der ASC für diesen Film die Drehgenehmigung gegeben hat, denn es durften ja keine “Einheimischen” mit auf die Hotelzimmer, wenn keine Buchung vorlag. Wie auch immer – er war sehr realistisch und zeigt eine Seite des Tourismus in Kenia, die viele nicht sehen wollen.
LG Antje

Reply
Moses Adoyo 23. August 2019 - 12:05

Tourism has never been the same since the death of ASC. The memories bring tears to my eyes. No one has ever filled the gap that was left by ASC.

Reply
Antje Gerstenecker 23. September 2019 - 13:56

Hi Moses,

this is very true!

LG Antje

Reply
Antje Gerstenecker 23. September 2019 - 13:47

Hallo Sven,

ja, das Manarani gibt es noch – heißt jetzt Mnarani Beach Club. Aber ich war lange nicht mehr da, vielleicht kann jemand anderes mehr dazu sagen…

LG Antje

Reply

Hinterlasse einen Kommentar