4. Wandertipp-Newsletter: “Wanderspaß mit Kindern – Schwäbische Alb”

geschrieben von Antje Gerstenecker 10. April 2020
4. Wandertipp-Newsletter: “Wanderspaß mit Kindern – Schwäbische Alb”

Hallo Ihr Lieben,

nach einer ziemlich verregneten Woche, hoffen wir wieder auf viel Sonnenschein in den nächsten Tagen.

Bald ist es soweit – der “Wanderspaß mit Kindern – Schwäbische Alb” soll Ende nächster Woche vom Verlag ausgeliefert werden. Sobald die Bücher hier sind, werde ich mich ans Päckchen packen machen und euch die Bücher zusenden.

Die Rechnung müsstet ihr inzwischen alle per Email erhalten haben. Da ich den Betrag für die Bücher erst einmal auslegen muss, möchte ich euch bitten, den Betrag baldmöglichst an mich zu überweisen bzw. per PayPal zu begleichen – sofern das nicht eh schon geschehen ist. Solltet ihr keine Rechnung erhalten haben, meldet euch bitte bei mir.

Unser Wandertipp führt euch dieses Mal an den östlichen Rand der Schwäbischen Alb – zum Brenzursprung in Königsbronn. Wie die Tour aus dem 3. Wandertipp-Newsletter ist auch diese Tour nicht im Buch, deshalb findet ihr am Ende der Infos zur Tour einen Link zu meiner Wanderkarte auf Komoot.

Infos zur Tour:

Tourencharakter: einfache Wanderung auf gut ausgebauten Wanderwegen.
Länge: 4,3 Kilometer
Höhenmeter: 50 Meter
Dauer: 1,5 Stunden
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
Kinderwagen: Mit geländetauglichem Kinderwagen gut machbar. Der Weg von Königsbronn zum Itzelberger See ist zum Teil grasbewachsen.
Hunde: Für eine Wanderung mit Hund geeignet
Ausgangs-/Endpunkt: Parkplatz beim Rathaus Königsbronn.
Ausrüstung: Feste Schuhe

Hier findet ihr meine Wanderkarte zur Tour: https://www.komoot.de/tour/204633036

Wandertipp: Zum Brenzursprung und Itzelberger See

Wir starten am Parkplatz vor dem schmucken Königsbronner Rathaus. Der Brenztopf befindet sich in unmittelbarer Nähe und wir haben uns das Highlight bis zum Schluss auf und biegen beim Rathaus nach links ab und gehen dann die zweite Straße (Hartweg) rechts bergauf. Wenn die Straße eine scharfe Rechtskurve macht, gehen wir weiter geradeaus und gelangen auf einen grasbewachsenen Feldweg. Von hier aus könnte man theoretisch zur Burgruine Herwartstein gehen, allerdings ist der Weg zur Zeit gesperrt, weil in der Region geschützt Vogelarten brüten – so verrät uns das Schild am Wegrand.

Wir folgen also dem idyllischen Weg weiter geradeaus. Recht säumen dichte Hecken den Weg, links haben wir eine schöne Aussicht auf Königsbronn und Umgebung. Dann erreichen wir die geteerte Straße, die an Wochenenden für Autos gesperrt ist. Wir überqueren die Bahnlinien und erreichen dann den Wanderweg, der entlang der Brenz zum Itzelberger See führt.

Entlang der Brenz zum Itzelberger See

Bald sehen wir eine überdachte Holzbrücke. Unser Weg führt zwar nicht über die Brücke, es lohnt sich aber, den Blick von der Brücke auf die Brenz zu genießen. Im glasklaren Wasser können wir die Fische beobachten. Die Brenz schimmert in verschiedenen Smaragdtönen. Die Äste der Büsche und Bäume, die dicht am Ufer wachsen, hängen bis ins Wasser und vermitteln Dschungelfeeling.

Wir gehen wieder zurück auf unseren Weg. Das Gebüsch links ist so dicht, dass wir erst einmal keinen Blick auf die Brenz haben. Doch bald lichtet sich das Dickicht und wir stehen am Ufer des Itzelberger Sees. Zahlreiche Wasservögel brüten hier und wir entdecken einige Nester. Eine Enten- und Schwanenfamilien sind hier gemeinsam unterwegs und die Eltern beobachten aufmerksam, ob auch wirklich niemand ihrem Nachwuchs zu nahe kommt.

Tretboote und Spielplatz

Vor uns taucht ein Tretbootverleih und ein Spielplatz auf – spontan beschließen wir, ein Tretboot zu mieten (30 Minuten kosten je nach Boot zwischen 8 und 12 Euro. Wir entscheiden uns für den roten “Ferrari”, der Platz für 4 Personen bietet. Der Bereich, der mit den Booten befahren werden kann ist überschaubar, aber wir genießen unseren kleinen Ausflug auf das Wasser.

Anschließend holen wir uns am Imbiss gegenüber einen Mittagssnack. Der Spielplatz bietet alles was das Kinderherz begehrt – eine Rutsche, ein Klettergerüst, Schaukeln und ein kleine Seilbahn.

Wir gehen weiter um den See herum und erreichen schließlich wieder das Brenzufer. Dort hören wir laute Frösche quaken – und brauchen eine ganze Weile, bis wir sie auch tatsächlich entdecken.
Wir überqueren einmal mehr die Bahnlinien und biegen dann nach rechts in die Paul-Reusch-Straße, der wir bis zu der Klosteranlage folgen. Das ehemalige Zisterziensterkloster wurde 1302 erbaut, heute sind nur noch wenige Grundmauern erhalten.

Karibisches Blau am Brenztopf

Durch den Klostergarten gelangen wir wieder zurück zur Brenz und überqueren den Fluss. Danach halten wir rechts und entdecken bald einen weiteren Spielplatz. Gleich nebenan befindet sich eine Kneipp-Anlage. Von dort sind es nur wenige Meter zum Brenztopf, der in leuchtenden Blau- und Türkistönen schimmert.

Wir treffen dort auf eine Gruppe Taucher, die uns erzählt, dass im vergangenen Jahr am Brenztopf eine Höhle entdeckt wurde. Bereits 250 Meter haben die Taucher seither erforscht und die Chancen stehen gut, dass es sich um ein noch weit größeres Höhlensystem handelt. Wir werden sehen, was die Höhlentaucher dort in Zukunft noch entdecken.

Ausflugstipp: Ins Reich der Kuscheltiere
Ganz in der Nähe, in Giengen an der Brenz, liegt das Steiff-Museum, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. In verschiedenen Erlebniswelten erfahrt ihr alles über die Geschichte der weltberühmten Teddybären, könnt sehen, wie sie hergestellt werden und natürlich könnt ihr den Tieren im Streichelzoo ganz nah kommen und eine rasante Rutschpartie in der Schlangenrutsche erleben. Der Besuch ist ein tolles Erlebnis – nicht nur für die Kleinen.
Infos zum Steiff-Museum

Ausflugstipp: Höhlenerlebniswelt Charlottenhöhle
Die Charlottenhöhle ist wieder geöffnet und auf jeden Fall einen Besuch wert. Für die Führung durch die Höhle, die im Moment mit maximal 10 Personen möglich ist, solltet ihr euch möglichst vorher anmelden.
Sehr interessant ist die nebenan liegende Höhlenerlebniswelt – ein interaktives Kindermuseum, das spielerisch spannendes Wissen über die Höhlen und Entstehung der Fauna und Flora der Schwäbischen Alb vermittelt.
Krönender Abschluss ist der schöne Spielplatz, der sich gleich neben dem Parkplatz befindet.

Picknick-Tipp:
Gut vorzubereiten und superlecker – “English Sandwiches”! Dieses Mal allerdings in der schwäbischen Variation. D. h. wir schneiden die Rinde des Sandwich-Toasts nicht ab. Belegt werden darf ganz nach persönlichem Gusto. Wichtig ist nur, dass ihr beide Seiten mit dem gewünschten Brotaufstrich bestreicht und Käse, Gemüse, Wurst etc. in die Mitte gebt.
Z. B. Chutney mit geriebenem Cheddar Käse, Hummus mit geraspelten Karotten, Frischkäse mit Gurkenscheiben, Schafskäseaufstrich mit Tomatenscheiben, Tomatenmark mit Käste, Sandwich-Auftstrich mit Gewürzgurkenscheiben und und und
Die Brote könnt ihr prima schon abends vorbereiten und in einer Vesperbox im Kühlschrank aufbewahren.

Die Welt ein bisschen besser machen…
Dass wir unseren Müll wieder mit zurück nehmen sollte selbstverständlich sein. Doch trotzdem landet immer mehr Müll in der Natur. Daher meine Bitte: nehmt einen Beutel mit und sammelt unterwegs den Müll ein, den ihr findet. Je mehr Leute mithelfen, unser Wälder, Bäche und Wiesen vom Müll zu befreien, desto größer der gemeinsame Erfolg. 🙂

Kinder-Tipp:
Bastelt aus Blättern, kleinen Ästchen und Baumrindenstückchen kleine Boote und probiert aus, wie weit der Bach sie mit sich trägt.

Wenn ihr eure Fotos mit den anderen teilen wollt, verwendet auf den Social Media Kanälen den Hashtag #wanderspassalb

Habt ihr schon mal eine der Touren ausprobiert? Dann würde ich mich riesig über euer Feedback freuen.

Ich wünsche euch viel Spaß auf der Alb!

Liebe Grüße

Antje

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Haftungshinweis: Trotz der gewissenhaften Erstellung der Wegbeschreibungen übernimmt der Herausgeber keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in der hier vorliegenden Beschreibungen und Informationen.

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