Ihr möchtet Flandern mal auf eine ganz andere Art kennenlernen? Dann begebt euch auf die Spuren der flämischen Meister und erlebt ihre Motive hautnah.
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Die belgischen Meister entlang der Leie – Kunst und Inspiration in Sint-Martens-Latem
Die Region entlang der Leie, besonders rund um das malerische Dorf Sint-Martens-Latem nahe Gent, war im frühen 20. Jahrhundert ein bedeutender Treffpunkt belgischer Künstler. Die malerische Flusslandschaft mit ihren sanften Ufern, dem besonderen Licht und der ruhigen Atmosphäre inspirierte zahlreiche Maler, darunter bekannte Namen wie Gustave De Smet, Frits Van den Berghe und Constant Permeke.
Diese Künstler waren Teil der sogenannten Zweiten Schule von Sint-Martens-Latem, einer bedeutenden Bewegung des belgischen Expressionismus. In ihren Werken vereinten sie Naturverbundenheit mit einer emotional intensiven Bildsprache. Die Leie war dabei nicht nur ein häufig gewähltes Motiv, sondern auch ein spiritueller Rückzugsort.
Sint-Martens-Latem und Afsnee spielte eine zentrale Rolle in dieser künstlerischen Entwicklung. Die beschaulichen Dörfer mit ihren alten Bauernhäusern und der Nähe zur Natur bot ideale Bedingungen für kreative Arbeit. Heute lebt hier die High Society Belgiens – in architektonisch beeindruckenden Villen, versteckt in parkartigen Grundstücken. Besonders begehrt sind die Grundstücke am Ufer der Leie. Hier kann man sich den Luxus leisten, das Auto vor dem Haus und das Boot hinter dem Haus zu parken. Vor allem an lauen Sommerabenden herrscht auf der beschaulichen Leie Hochbetrieb. Hier gibt sich das Who ist Who der Region in ihren Booten oder am Ufer der Leie ein Stelldichein. Doch auch weniger Betuchte können die entspannte Atmosphäre entlang der Leie genießen und sich ein Bötchen für eine Spazierfahrt samt Picknick mieten.
So kann man hier noch heute auf verschiedensten Wegen auf den Spuren der belgischen Malerei wandeln und die Atmosphäre erleben, die diese Kunstepoche prägte. Wer möchte, kann sich in eine zauberhaftes Boutique-Hotel direkt am Ufer der Leie einmieten und die Gegend beim Wandern, Radfahren, mit dem Boot oder mit dem Auto erkunden. Hier kommen meine Tipps für eine unvergesslichen Trip in die Leie-Region in Flandern:



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Hotel Nenuphar: Zauberhaftes Hideaway im Grünen
Das Nenuphar ist ein zauberhaftes Boutique Hotel direkt am Ufer der Leie. Die Zimmer sind im skandinavischen Stil gehalten und bieten teils einen herrlichen Blick über den Fluss. Besonders einladend ist das Restaurant mit der Terrasse am Flussufer. Weitere Informationen findet ihr hier.

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Mit E-Bikes durch die Leie-Region
Besonders entschleunigt könnt ihr die Landschaft entlang der Leie mit E-Bikes erkunden. Die Radwege entlang der Straßen sind überall gut ausgebaut. Tipp: Wer gerne abseits der Autostraßen unterwegs ist, sollte sich vorab eine Route abseits des Straßenverkehrs zusammenstellen und eventuell den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen – es lohnt sich!


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Museum Dhondt Dhaenens: Mit Isabell durch die Geschichte der Künstler der Leie-Region reisen
Wie so oft erwacht auch hier das kleine Museum erst durch die Menschen zum Leben, die einen durch die Räume führen und die Kunstwerke und ihre Künstler in der Fantasie der Besucher zum Leben erwecken. Isabell ist genau so jemand – sie füllt mit ihrer Begeisterung und ihrem Temperament sofort die Räume von Dhondt Dhaenens und haucht den Bildern Leben ein. Sie erzählt über die Künstler, die Menschen und die Landschaften auf den Bildern, weckt unsere Neugier und unseren Blick fürs Detail. Solltet ihr einen Besuch in dem Museum planen, fragt unbedingt nach einer Führung.



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Astene Sas: Mit Simon ein eigenes Kunstwerk erschaffen
Die historische Zugbrücke wird bis heute von Hand betrieben. Nach guter alter Tradition erhält der Brückenwärter sein Trinkgeld in einen traditionellen Holzschuh, den er hinab zu den Booten lässt, für die er die Brücke öffnet. Nicht nur deshalb ist Astene Sas bei Deize ein beliebtes Ausflugsziel. Rundum gibt es zahlreiche reizvolle Rad- und Wanderwege. Man trifft sich auf einen Drink oder auf einen Snack im kleinen Restaurant und Biergarten gleich neben der Brücke.
Hier bietet Simon seine „Sip & Paint“-Kurse an und sorgt dafür, dass ihr euch selbst künstlerisch betätigen könnt. Mit viel guter Laune und noch mehr Geduld verhilft er auch dem unerfahrensten „Künstler“ zum Erfolg. Er sorgt dafür, dass jeder ein recht beeindruckendes eigenes Kunstwerk mit nach Hause nehmen kann. Gemalt wird bei trockenem Wetter direkt am Ufer der Leie. Beobachtet nicht nur von Simon, sondern auch von den hauseigenen Ziegen und den zahlreichen Gästen des Biergartens.
Wir waren auf jeden Fall schwer beeindruckt, was wir in der kurzen Zeit auf Leinwand gebannt haben! Wenn ihr auch einen Kurs bei Simon machen möchtet, findet ihr auf seiner Website die entsprechenden Termine und Locations.





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Ooidonk Castle: Schlafen beim Grafen
Schloss Ooindonk ist der private Wohnsitz des sechsten Grafen Henri t’Kint de Roodenbeke. Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Jungs lebt er in dem märchenhaften Wasserschloss inmitten einer herrlichen Parkanlage. Das Schloss ist quadratisch angeordnet und verfügt über vier Türme und über 80 Räume. Das wiederum verschafft Graf Henri t’Kint de Roodenbeke das Privileg, jeweils einen Turm zum Wohnen, zum Schlafen, zum Arbeiten und für Gäste zu haben. Nicht schlecht, oder?
Weil so ein Anwesen aber nicht nur äußerst beeindruckend, sondern der Erhalt auch nicht ganz günstig ist, vermietet die Familie prunkvolle Zimmer für Feriengäste. Eine Hausführung gibt’s vom charmanten Hausherrn höchstpersönlich noch dazu. Um das leibliche Wohl muss man sich hier übrigens keine Sorgen machen. Das Restaurant auf dem Gelände bietet nicht nur ein sehr ansprechendes Ambiente, sondern auch hervorragende Küche an.






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De Wassende Man: Auf dem Bio-Bauernhof im Blütenmeer schwelgen
Wer auf Reisen lieber Selbstversorger ist, findet auf dem Demeter-Bauernhof De Wassende man einen Hofladen, der seinesgleichen sucht. Die Auswahl an Bio-Lebensmitteln ist gigantisch. Vieles davon kommt von den eigenen Feldern der Kooperative. Seit 17 Jahren arbeitet Hilde auf dem Demeter-Hof und hat inzwischen die Leitung der Kooperative übernommen. Der Hof lädt die Kunden nicht nur zum Einkaufen ein, sie sollen hier auch einen Eindruck bekommen, wie das Obst und Gemüse angebaut werden.
Besonders zauberhaft sind die großen Blumenfelder, die im Frühling, Sommer und Herbst ein Blumenmeer in immer neuen Farben präsentieren. Hier kann man seine Blumen selbst schneiden und dabei den berauschenden Duft und das Farbenmeer mit allen Sinnen genießen.
Noch mehr Tipps für eine Reise nach Flandern:
Wenn ihr eine Reise nach Flandern macht, solltet ihr auf jeden Fall eine Zwischenstation in Gent einlegen – meine Tipps und Infos findet ihr hier.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde von Visit Flanders unterstützt.





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