Stonor Park England: Stonor Park – Herrenhaus zwischen Wildpark und Steinkreis by Antje Gerstenecker 8. Juli 2019 geschrieben von Antje Gerstenecker 8. Juli 2019 Der Park von Stonor House wirkt wie aus einem Bilderbuch 3,1K teilen teilen teilen E-Mail Werbung, unbezahlt. Eine typisch englische Straße führt von Henley-on-Thames nach Stonor Park. Vorbei an schmucken Cottages, Wiesen und Weiden, flankiert von Bäumen, deren Kronen sich über der Straße treffen und dadurch kleine Tunnel bilden, geht es durch die englische Landschaft. Nach etwa 15 Minuten biegen wir rechts nach Stonor Park ab. Ein Park mit Damwild und riesigen Bäumen Unser Blick fällt auf einen weitläufigen Park mit riesigen, uralten Bäumen. In der Ferne entdecken wir Damwild, Fasane und zahlreiche Hühner. Mitten im Park liegt Stonor House – seit 850 Jahren das Zuhause der Familie Stonor. Blick auf die Kapelle aus dem 12. Jahrhundert Stonor House ist immer noch bewohnt Noch heute lebt die Familie hier. Im Winter ungestört, im Sommer von montags bis donnerstags ebenfalls. Freitags bis Samstags gehört der Nachmittag aber den Besuchern – an diesen Tagen geht es dann geschäftig zu. Um die Mittagszeit wird aufgeräumt, was vermutlich gar nicht so einfach ist. Denn die Familie Stonor, die hier lebt hat kleine Kinder, die beim Spielen vermutlich keine Rücksicht darauf nehmen, dass bald Gäste kommen. Bei unserem Besuch ist alles so perfekt aufgeräumt, dass man sich fast nicht vorstellen kann, dass der Hausherr abends in der Bibliothek schmökert, die Kinder durch das Haus fegen und der Esstisch auch tatsächlich genutzt wird. Das ganze Haus wirkt sehr einladend und gemütlich. Das Esszimmer wird bis heute als solches genutzt Die Bibliothek Ein Haus mit bewegter Geschichte Vermutlich begann der Bau des Hauses im 12. Jahrhundert – zumindest stammt die private katholische Kapelle – gleich neben dem Haus – aus jener Zeit. Die Familie Stonor gehörte dem katholischen Glauben an und behielt diesen auch während der Reformationszeit im 17. und 18. Jahrhundert bei – trotz zahlreicher Sanktionen und Strafen – und Sie ermöglichte zudem, dass viele Dorfbewohner ihren katholischen Glauben in der Hauskapelle weiter praktizieren konnten. Im Laufe der Jahrhunderte mussten die Hausherren immer wieder empfindliche Strafzahlungen entrichten. Das hatte zur Folge, dass die Familie immer wieder in Geldnöte geriet. So wurde das Haus über die Jahre kaum verändert oder umgebaut. Stonor Park wirkt wie aus einem Bilderbuch Wunderschön – trotz Regens… Den Garten können wir leider nicht so ausgiebig genießen wie wir es gerne gewollt hätten, denn es regnet in Strömen. Der Blick über die weiten Wiesen und die beeindruckenden Bäume lässt aber erahnen, wie schön es sein muss, hier durch die Landschaft zu wandern und nach Wildtieren Ausschau zu halten. Direkt vor Stonor House befindet sich ein prähistorischer Steinkreis. Man kann ihn kaum verfehlen, denn die kleine Straße zum Parkplatz führt genau hindurch. Genau neben dem Parkplatz befindet sich Wonder Woods – ein toller Spielplatz mit Seilbahn, Schaukeln, Rutschen, Klettergerüsten und einem Wasserspielbereich. Leider war es bei unserem Besuch noch nicht geöffnet – hier findet ihr aber weitere Informationen zu Wonder Woods. Der Steinkreis wurde im 17. Jahrhundert umpositioniert Ideal für Familien In Stonor Park finden von Frühjahr bis Herbst zahlreiche Veranstaltungen statt – viele davon für die ganze Familie. Es lohnt sich also, einen Blick in das aktuelle Veranstaltungsprogramm zu helfen. Aber auch ohne Event lohnt sich ein Besuch – ein Spaziergang durch die Gärten ist für Kinder spannend, weil das Damwild frei auf dem Gelände unterwegs ist. Der Spielplatz wir die Kinder begeistern – und die Eltern können sich nebenan im Café entspannen. Wenn die Möglichkeit einer Führung durch das Haus besteht, nutzt die Chance – ich fand die Führung wirklich sehr interessant. Informationen zu Stonor Park Anfahrt: Stonor, Henley-on-Thames RG9 6HF 5,4 Meilen von Henley-on-Thames entfernt. Anfahrt über Lower Assendon und Middle Assendon nach Stonor. Fahrzeit ca. 15 Minuten Eintritt: Haus, Garten & Wonder Woods: 10 GBP/Erwachsene, 6,50 GBP/Kinder, Familienticket (2 Erwachsene, 2 Kinder) 28 GBP Garten & Wonder Woods: 6,50 GBP/Erwachsene, 5,50 GBP/Kinder, 20,50 GBP/Familien Öffnungszeiten: Stonor House & Chapel April bis Juni: sonntags und an Feiertagen auch montags ab 13.30 Uhr Juli & August: freitags, samstags und sonntags i.d.R. ab 13.30 Uhr Gartenanlage, Wonder Woods (Spielplatz) & Chilterns Pit Stop Cafe 3. April – 3. November: Mittwoch – Sonntag; während der lokalen Schulferien täglich November – März geschlossen Stonor Pantry Café April – Juni, September – 3. November Hunde: Im Park sind Hunde erlaubt, wenn sie an der Leine geführt werden. Im Haus und auf dem Spielgelände sind keine Hunde erlaubt. Weitere Informationen zu Stonor House & Gardens findet ihr hier. Hoteltipp: Etwa 15 Minuten entfernt liegt das Hotel der Henley Business School, das auch Zimmer für „Nichtstudierende“ anbietet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut, die Lage direkt an der Themse super. Rosen ranken sich entlang der Fassade von Stonor House Weitere Stationen unserer Tour auf dem Great West Way waren: The Langley – Hoteltipp nahe Windsor Windsor und Windsor Castle Henley-on-Thames Greenlands/Henley Business School – Hoteltipp Bowood House & Garden Unsere Tipps zum Great West Way und unsere Route zum Nachreisen Hinweis: Ich war im Rahmen einer Recherchereise auf dem Great West Way unterwegs. Meine hier geschilderten persönlichen Eindrücke sind hiervon unbeeinflusst. Für diesen unbezahlten Beitrag gab es keinerlei Vorgaben oder Absprachen mit dem Veranstalter. Passender Lesestoff: Ähnliche Beiträge:Hoteltipp: Henley Business School - Urlaub machen wo…England: Henley-on-Thames - zwischen Inspektor…England: Bowood House - Kindertraum und GartenglückEngland: Tipps für den Besuch von Windsor 0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail Antje Gerstenecker Nach vielen Jahren im Ausland und Aufenthalten in den USA, Spanien und Ostafrika wieder zurück in Deutschland – doch das Fernweh ist geblieben. Noch immer Afrika im Herzen. Inzwischen Mami, PR-Beraterin, Buchautorin, Bloggerin, Safariexpertin und gleichbleibend reiseverrückt. Immer auf der Suche nach dem „Buschfeeling“, ungewöhnlichen Zielen in der Nähe und Ferne, Natur pur, perfektem Entertainment, absoluter Stille und Kindertrubel. Schwer beschäftigt, die Balance zwischen Arbeit, Familie, Freunden, Schreiben, Haushalt, Garten und Fernweh zu finden! 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