Mousehole – schnuckliges Fischerdorf in Cornwall mit bayerischem Namen

by Antje Gerstenecker

Eine knappe Stunde von Mullion entfernt, auf der anderen Seite der Bucht, liegt das kleine Dörfchen Mousehole idyllisch direkt am Meer. Auf Empfehlung unserer Hoteldirektorin wollten wir das Dorf mit dem lustigen Namen (der übrigens ganz bayerisch “Mausl” ausgesprochen wird) näher erkunden. Schon die Fahrt ist sehr schön. Sie führt an St. Michaels Mt. vorbei, über das Städtchen Penzance, entlang einer herrlichen Küstenstraße. Immer wieder hat man einen traumhaften Blick auf die Bucht – es lohnt sich, irgendwo einen Parkplatz zu suchen, um den Blick etwas länger zu genießen.

Blick über die Bucht von Penzance mit dem St. Michaels Mount

Schöne Aussicht auf dem Weg von Penzance nach Mousehole – im Hintergrund St. Michaels Mount.

 

Mousehole: Leckere Marmeladen, Chutneys und Fudge

Auch in Mousehole muss man einen Parkplatz außerhalb des Ortskerns suchen und den Rest des Weges zu Fuß gehen. Von Anfang an stellen wir fest, dass die Einwohner des Dorfes äußerst kreativ und rührig sind. Hier wird viel gekocht, gebastelt und designed – und die Produkte werden an jeder Ecke zum Kauf angeboten. Gleich am Ortseingang gibt es einen hübschen Stand mit hausgemachten Marmeladen und Chutneys – liebevoll verpackt und sehr verführerisch aussehend.

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Hausgemachte Marmeladen und Chutneys, liebevoll verpackt

Hausgemachte Marmeladen und Chutneys, liebevoll verpackt

 

Wer traut sich, alle Fudge-Sorten zu probieren?

Gleich um die Ecke gibt es ein nettes Café. Hier kann man herrlich draußen sitzen (vorausgesetzt das Wetter meint es gut) und das Treiben auf der Straße beobachten. Spezialität des Hauses ist die berühmte Karamell-Spezialität “Fudge” in verschiedenen Sorten. Herrlich, das Schild, das die verschiedenen Sorten anpreist “9 great flavours and 1 rubbish one” 😉 one. Wir haben allerdings nicht ausprobiert, welches denn nun die EINE Sorte ist!

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Idyllischer Hafen in Mousehole

Von hier aus ist es nicht mehr weit zum kleinen Hafen von Mousehole. Hier dümpeln zahlreiche kleine, bunte Boote gemächlich in der langsam steigenden Flut. Das Hafenbecken wird komplett von einer hohen Mauer geschützt und es gibt nur eine schmale Einfahrt für die Boote. Entsprechend ist der Wasseraustausch vermutlich recht gering und das Wasser nicht wirklich sauber.

Der idyllische Hafen von Mousehole, Cornwall

Der idyllische Hafen von Mousehole

 

Am Hafen wird gespielt und gebadet

Trotzdem wird der kleine Strand, der direkt am Hafen liegt, rege genutzt und ist ein beliebter Treffpunkt. Hier wird geschnorchelt, geschwommen gepaddelt, geangelt – und Papa im Sand verbuddelt. Nicht sehr einladend, aber Hauptsache alle haben Spaß. Unsere Kinder waren sehr fasziniert, die anderen Kinder bei den verwegenen Sprüngen ins Wasser zu beobachten. Warum die Kinder nicht an einem schönen Strand schwimmen gehen, es gibt so viele hier in Cornwall? Hm – gute Frage…

Mann schnorchelt im Hafen von Mousehole

Was sucht er wohl… – ob er es je findet?

Badegäste am Hafen von Mousehole

Nicht sehr einladend – aber trotzdem springen alle rein…

Kinder paddeln im Hafen von Mousehole in einem Schlauchboot

Diese Kinder haben sich ein ganz besonderes Paddelspiel ausgedacht

 

 

So ein Shop in Mousehole – das wär’s…

Für einen Bummel durch das Dorf  muss man nicht allzu viel Zeit einplanen – es ist überschaubar. Aber es gibt einige nette Shops und Galerien zu erkunden. Natürlich wird überall mit dem ungewöhnlichen Namen Mousehole gespielt – das bietet sich ja auch geradezu an. Ob “Cat and Mouse” oder einfach nur “The Mousehole” – alle Läden beherbergen viele kleine Schätze und man kann viiiiel Zeit darin verbringen. Letzteres stand bei unserem Besuch zum Verkauf – und wir geben zu, so ein kleines bisschen haben wir uns ausgemalt, wie es wohl wäre, wenn wir hier so einen kleinen Laden hätten… – unsere Kinder waren begeistert von der Idee 🙂

Kleiner Laden in Mousehole

Niedlicher Laden, der innen viel größer ist als man denkt

Cat and Mouse, Shop in Mousehole

Der Name bietet sich in Mousehole natürlich für einen Shop an

 

 

Nettes Pub mit Dachterrasse

Zum Abendessen wählen wir das Pub “The Ship Inn”, das gleich unten am Hafen liegt. Eine gute Wahl, fanden wir. Es ist gemütlich eingerichtet und auch unser Essen war sehr lecker. Es gibt eine kleine Dachterrasse, die allerdings nur zu empfehlen ist, wenn man lediglich etwas trinken möchte. Dort oben zu essen ist quasi unmöglich, denn die Möwen lassen einem keine Ruhe.

Pub The Ship Inn in Mousehole

Nettes Pub am Hafen von Mousehole: The Ship Inn

 

In Cornwall gibt es noch viel mehr zu sehen

Nicht weit von Mousehole gibt es unzählige tolle Ausflugsziele. Hier einige, die wir besucht haben (aber es gibt noch viiiiel mehr): etwa eine Stunde entfernt das Dorf Mullion mit dem wunderschönen Polurrian Bay Hotel. Wenn man dort ist, sollte man einen Besuch in der Poldhu Cove einplanen – vorzugsweise am frühen Abend. Eine weitere spektakuläre Bucht ist die Kynance Cove, gleich um die Ecke von Lizard Point. Stadtfeeling gibt es in Falmouth oder im verträumteren St. Ives. Aber auch ein Ausflug nach Coverack oder wunderschöne Cadgwith ist sehr zu empfehlen.

 

Hier noch ein paar Impressionen von Mousehole:

Einsame Dorfstraße in Mousehole

Die einsame Dorfstraße

Bemalte Steine in Mousehole, Cornwall

Eine Idee, die unsere Kinder liebten und daheim gleich selbst umgesetzt haben!

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Genau!

Glückskatze in Mousehole

Glückskatze



















 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar

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Anja 19. Dezember 2013 - 09:47

toollll! da muss ich auch mal hin…

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