Mit Kindern durch die Everglades

Der Tamiami Trail führt kerzengerade durch die Everglades

Der Tamiami Trail verbindet die Städte Tampa und Miami und führt quer durch die Everglades

Die Everglades! Nachdem die Fahrt auf dem Tamiami Trail durch das gigantische Sumpfgebiet vor vier Jahren zu den absoluten Highlights unseres Urlaubs gehörte, war klar, dass wir dieses Mal mehr Zeit für dieses einzigartige Naturparadies einplanen werden. Die Etappe ist auch deutlich kürzer als im Vorjahr – es geht von Miami Beach nach Marco Island. Die Strecke lässt sich normalerweise – ohne Pausen und auf direktem Weg – in etwa 2 – 2 1/2 Stunden bewältigen. Wir planen den ganzen Tag dafür ein, wollen aber den Everglades Nationalpark bei Shark Valley besuchen und eine unbefestigte Straße abseits des Tamiami Trails fahren.

Panther Crossing Sign in den Everglades

Safari-Feeling in den Everglades

 

Erst einmal Shoppen…

Unser Weg führt erst einmal zu Walmarts, der mehr oder weniger auf dem Weg liegt. Da wir erst vor zwei Tagen angekommen sind und bisher das Stadt- und Strandleben in Miami genossen haben, müssen wir erst einmal die notwendige Ausrüstung besorgen. Viel Wasser (man rechnet etwa 3 Liter pro Person und Tag – also lieber zu viel als zu wenig), Proviant, Mückenspray und eine große Kühlbox inkl. Eis. Wir verstauen alles im Auto – die Kinder haben derweil viel Spaß dabei, die Flugzeuge zu beobachten, die sich im Anflug auf Miami Airport befinden. Der Parkplatz des Supermarkts liegt genau in der Einflugschneise und wir ziehen unweigerlich den Kopf ein, wenn die Maschinen beeindruckend tief – und entsprechend laut – über uns hinweg fliegen. Dann kann es endlich losgehen.

 

Alligator am Straßenrand in den Everglades an der Loop Road

Ein Alligator sonnt sich auf einer Wiese am Straßenrand – mitten im Dorf übrigens…

 

Airboat-Touren und Indianerdörfer

Unvermittelt enden die Häuser von Miami und wir fahren durch die Wildnis der Everglades. Rechts und links der Straße befinden sich Kanäle, dahinter die – für die Sümpfe Floridas typische – dichte Busch und Gräser-Landschaft. Es dauert nicht lange, bis wir die ersten Alligatoren erspähen, die sich gemütlich auf dem Wasser treiben lassen. Anhalten kann man hier leider nicht, was unsere Geduld auf eine harte Probe stellt. Immer wieder fahren wir an (Touristen-) Indianerdörfern und Anbietern von Airboat-Toures vorbei. Ich hatte tatsächlich nicht mehr in Erinnerung, dass es so viele waren. Alle diese Anbieter befinden sich außerhalb des eigentlichen Nationalparks, in denen Touren mit den lauten Booten nicht erlaubt sind. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man die Faszination dieses einzigartigen Naturschutzgebietes bei dem ohrenbetäubenden Lärm wirklich begreifen kann. Meine Sache ist es jedenfalls nicht. Ich brauche Ruhe, Stille und das Gefühl von Einsamkeit, um Natur zu erleben und zu entdecken. Und so möchte ich es natürlich auch meinen Kindern vermitteln. Also lassen wir die Airboat-Rides samt den Touristen-Indianer-Dörfern links liegen und fahren direkt zum Everglades-Parkeingang Shark Valley.

Alligator in den Everglades, Shark Valley, Florida

Ein Alligator direkt am Weg

 

Shark Valley

Shark Valley ist der nördlichste Eingang zum Everglades Nationalpark. Von hier aus kann man allerdings nur einen Teil des Parks erreichen. Es gibt eine insgesamt etwa 25 Kilometer lange schnurgerade Straße, die durch das Sumpfgebiet zu einem Aussichtsturm und wieder zurück führt. Das Auto muss man auf dem Parkplatz zurücklassen und auf ein Bähnchen oder Fahrrad umsteigen. Alternativ kann man natürlich auch zu Fuß gehen. Die Tour mit dem Bähnchen (Shark Valley Everglades Tram Tour) dauert etwa zwei Stunden und ist die bequemste Art, die Wildnis zu erobern. Bequemlichkeit hat aber auch ihren Preis – die Tour kostet $22 für Erwachsene und $12,75 für Kinder. Wer lieber radelt, kann hier auch Räder ausleihen ($8,50/Stunde). Allerdings gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Rädern und nur wenige Kinderräder. Aufgrund der großen Hitze im August, entschieden wir uns gegen eine Radtour. Ein Schmunzeln konnten wir uns allerdings nicht verkneifen als wir die Räder sahen. Etwas klapprig sahen sie schon aus – aber gut, die Strecke ist topfeben und kerzengerade, die kann man auch mit einem Klapperrad erobern… (Der Parkeintritt kostet übrigens $20 pro Auto inklusive aller mitfahrenden Personen und gilt für 10 Tage!)

Der Feind ist klein und schwarz

Wir entschließen uns erst einmal zu picknicken – gut gestärkt läuft es sich einfacher durch die Wildnis. Direkt am Parkplatz gibt es mehrere Sitzgruppen. Wir öffnen die Autotüren – und schwupp befinden wir uns mitten in einem Libellenschwarm. So verbringen wir die nächsten zehn Minuten erst einmal damit, die Libellen wieder aus dem Auto zu befördern, was sich als gar nicht so einfach entpuppt. Die Libellen scheinen im August Hochsaison zu haben. Natürlich denken wir in der Hektik nicht daran, uns mit dem gerade erst erworbenen Insekten-Spray einzusprühen. Die Mücken nutzen ihre Chance gnadenlos. Als unser Auto endlich wieder „Libellen-frei“ ist sprühen wir uns erst einmal ausgiebig ein (Achtung: unbedingt anschließend Hände waschen, denn das Insektenspray greift die Kunststoffoberflächen der Kameras, Handys etc. an!) und versuchen den Feind zu identifizieren. Wir stellen fest: er ist klein und schwarz. Immerhin ein kleiner Vorteil – man sieht die fiesen Stechmücken sofort und kann sich entsprechend wehren (oder eben auch nicht…).

Ein Alligator macht Wellness

Unser Picknick verläuft dann zum Glück ungestört und frisch gestärkt wollen wir die Sümpfe erobern. Wir fragen eine zufällig vorbeikommende Rangerin, welcher der beiden Wege für unsere Wanderung besser geeignet ist. Sie empfiehlt uns den, vom Parkeingang aus gesehen, rechten Weg. Er verläuft entlang eines kleinen Kanals und man hat dadurch die Möglichkeit mehr Wildlife zu sehen. „Aber wenn ihr etwas wirklich cooles sehen wollt, müsst ihr kurz mitkommen. Direkt neben meinem Büro liegt seit heute morgen ein etwa 3 1/2 Meter langer Alligator in einem Wassergraben“, erzählt sie. „Er scheint den Platz zu mögen, denn er hat sich bisher kaum bewegt.“ Natürlich kommen wir sofort mit und tatsächlich, der Alligator befindet sich nicht einmal einen Meter von unserem Weg entfernt. Er liegt in einem kleinen Flusslauf und scheint das kühle fließende Wasser sehr zu genießen – so sieht wahrscheinlich Alligatoren-Wellness aus! Er lässt sich zumindest nicht von uns stören und beobachtet uns lediglich aus den Augenwinkeln. Die Kinder sind begeistert. So ein riesiger Alligator – und so nah. Ich kann den Gedanken daran, dass Alligatoren durchaus recht hoch springen und verdammt schnell sein können – wenn sie wollen – nicht verdrängen. Wir machen einige Fotos und starten unsere Wanderung.

Steg in den Everglades, Florida

Man könnte stundenlang die Natur beobachten – es wird nie langweilig!

Wandern in den Everglades

Schon auf den ersten paar hundert Metern entdecken wir Alligatoren, Schildkröten, Fische, Kormorane, Reiher und sogar Geier. Farbenprächtige Schmetterlinge flattern um uns herum und in den Mangroven sehen wir riesige Spinnennetze sowie imposante Spinnen. Nach etwa 200 Metern kann man über einen Holzsteg – den Bobcat Boardwalk Trail – die andere Straße der Loop Road erreichen und dann wieder zurück zum Parkplatz gehen. Eine empfehlenswerte Alternative für alle, die mit kleinen Kindern unterwegs sein, die nicht weit gehen wollen oder die nicht viel Zeit haben und innerhalb einer kurzen Wegstrecke das Maximum mitnehmen wollen. Großer Vorteil – der Steg führt durch die Mangroven und bietet viel Schatten! Für diesen Weg sollte man ca. eine halbe Stunde einplanen.

Wir gehen über den Steg, entscheiden uns dann aber doch wieder zurück zu unserem Weg entlang des Kanals zu gehen – dort gibt es an diesem Tag einfach mehr zu sehen. Die Kinder sind begeistert. Unser Sohn entdeckt direkt am Weg eine Schlange. Wir sehen nur ein Teil – Kopf und Schwanz sind im Dickicht verborgen. Natürlich möchte er warten, bis sie sich bewegt – aber den Gefallen tut sie uns nicht. Gleich dahinter taucht plötzlich eine kleiner Alligator aus dem Wasser auf – und daneben eine Schildkröte. Leider tauchen beide wieder ab, bevor wir ein Foto machen können. Die Kinder sind hin und weg – so eine spannende Wanderung haben wir noch nie gemacht. Plötzlich hören wir seltsame Geräusche – laut und vernehmlich grunzt es gleich mehrstimmig aus dem Gebüsch? Gibt es hier Schweine? Ein Hinweisschild klärt uns auf: es handelt sich um „Pig Frogs“. Wie sie aussehen erfahren wir leider nicht, aber ihren Namen tragen sie aus gutem Grund.

Das Wetter meint es in diesem Fall gut mit uns. Wolken ziehen auf und verdecken die Sonne, so dass die Temperaturen etwas erträglicher werden. Insgesamt halten wir uns etwa 2 Stunden im Park auf. Von mir aus hätte es gerne länger sein können, aber wir wollen ja noch genügend Zeit für die Fahrt auf der Loop Road haben.

Loop Road, Big Cypress National Preserve, Everglades, Florida

Die Wildnis ruft! Wir lassen uns nicht aufhalten…

Auf der Big Cypress Loop Road durch die Wildnis

Wir fragen die Ranger, ob die Loop Road geöffnet ist – ab und zu ist sie wegen Straßenarbeiten etc. gesperrt. „Alles okay, sie ist befahrbar“, meint er. Die Wolken werden inzwischen immer dichter und vor allem dunkler. Mit einem besorgten Blick zum Himmel fragen wir ihn nach seiner Einschätzung des Wetters. „Naja, wir sind in Süd-Florida. Es wird ganz sicher regnen. Irgendwo. Die Frage ist nur wo und wann“, grinst er. Na denn…

Die sogenannte Big Cypress Loop Road verläuft über etwa 42 Kilometer entlang des Tamiami Trails.  Sie ist, von Osten kommend, nicht ausgeschildert, daher muss man gut aufpassen um die Abzweigung am Forty Mile Bend, nahe der Tamiami Ranger Station nicht zu verpassen. Von Westen her gibt es ein kleines Hinweisschild bei der Abzweigung Monroe Station. Einige Kilometer nach Shark Valley knickt der Tamiami Trail nach rechts ab (übrigens auch die erste Kurve seit Miami). Genau hier gibt es eine Abzweigung nach links auf die Big Cypress Loop Road.  Wie der Name schon sagt, führt sie genau genommen nicht durch den Everglades Nationalpark, sondern durch das Big Cypress National Preserve. Rein optisch gibt es was die Natur betrifft keinen Unterschied, jedoch gibt es in einem Reservat andere, weniger strenge Vorgaben, als in einem Nationalpark. So darf es beispielsweise auch bewohnt sein. Das erste Drittel der Loop Road ist geteert.  Immer wieder kommen wir an Häusern vorbei. Die Menschen hier haben sich mit der Wildnis wohl gut arrangiert. Viele Gärten sind nicht eingezäunt, obwohl in unmittelbarer Nähe Alligatoren auf den Wiesen liegen. Dann endlich geht die Straße in eine Schotterpiste über.

Sumpflandschaft in den Everglades, Big Cypress, Florida

Die zauberhaften Landschaften entlang der Straße lohnen einen zweiten Blick

Endlich: Safari-Feeling!

Was hatte ich nicht schon alles über diese Loop-Road gehört – „sagenumwoben“, „gefährlich“, „nur mit einem SUV befahrbar“ etc. – aber ganz ehrlich: es ist eine stinknormale Schotterstraße, die sicherlich mit jedem Fahrzeug befahrbar ist. Es gibt natürlich zahlreiche Schlaglöcher, da man hier aber sowieso nur langsam fahren darf – und will – ist auch das kein allzu großes Problem. Einzig bei starkem Regen wird es vermutlich etwas schwierig, da sich dann die Schlaglöcher mit Regenwasser füllen und deren Ausmaße nicht mehr zu erkennen sind. Aber da hilft dann nur: noch langsamer fahren und im Zweifel anhalten und warten bis der Regenschauer vorüber ist.

Alligator in den Everglades, Florida

Der Alligator kommt langsam näher und beobachtet uns genau

 

Die Faszination der Everglades erschließt sich erst auf den zweiten Blick

Endlich befinden wir uns mittendrin, können so langsam fahren, wie wir wollen und die Natur genießen, nach Tieren suchen und anhalten wann wir wollen. Die Vegetation reicht auf beiden Seiten bis ganz dicht an die Straße heran. Ein Schritt abseits und man landet unweigerlich im Wasser. Die Faszination der Everglades erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick. Was auf den ersten Blick wie eine öde Sumpf- und Graslandschaft wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als unglaublich abwechslungsreiches Naturparadies. Man muss sich nur die Zeit nehmen, einfach mal anzuhalten und genauer hinzusehen. Unsere Kinder sind hin und weg (wir auch!). Das Safari-Feeling macht sich breit: der Blick wird aufmerksamer und man beginnt die Natur mit allen Sinnen zu erfassen. Immer wieder halten wir an um die Gewässer an der Strasse zu inspizieren. Auch hier entdecken wir zahlreiche Alligatoren, Schildkröten und Fische. Dazu unzählige Vogelarten, die wir leider nicht kennen. Auch unsere Everglades-Broschüre, in der immerhin ein paar häufig vorkommende Arten beschrieben sind, hilft nicht immer weiter.

Kerzengerade führt die Loop Road durch die Everglades Florida

Auf der Loop Road kommt man den Everglades und ihren Bewohnern sehr nah

Marshmallows für Alligatoren???

Nur vereinzelt treffen wir auf andere Fahrzeuge. Das ist auch gut so. Trotzdem stelle ich immer wieder fest, dass an manchen Stellen die Alligatoren direkt auf uns zu schwimmen. Ich vermute, dass sie von des öfteren Touristen gefüttert werden und auf Leckerbissen von uns warten. Ein amerikanischer Tourist, den wir zufällig auf der Strecke an einem der Wasserlöcher treffen, bestätigt meine Vermutung. „Wir haben da vorne eine riesigen Alligator gesehen – Mann, der war unglaublich. Wir hatten echt Angst vor ihm. Stellt euch vor, er fraß sogar Marshmallows!“ – Häh??? – Ich kann es nicht glauben. Vermutlich sehe ich ihn entsprechend entsetzt an. Mit einem kurzen Hinweis, dass das sicher nicht die übliche Nahrung für Alligatoren ist, verabschiede ich mich schnell – ich will lieber nicht mehr hören…

Bobcat, Rotluchs in den Everglades, Big Cypress, Florida

Der Rotluchs (Bobcat) durch die Autoscheibe fotografiert

Ist das der Florida Panther?

Nur wenige Meter weiter entdecken wir ein Tier auf der Straße. Es scheint eine Katze zu sein. Also – eine große Katze. Die Kinder sind völlig aus dem Häuschen – das muss der Florida Panther sein!!! Sollten wir wirklich so viel Glück haben, dieses unglaublich seltene Tier in freier Wildbahn zu sehen? Wir nähern uns vorsichtig mit dem Auto. Die Katze nimmt keine Notiz von uns – sie scheint auf der Jagd zu sein. Man kann es förmlich spüren – die besondere Anspannung liegt in der Luft (wer einmal auf Safari war, weiß sicherlich was ich meine). Sie verschwindet im Dickicht. Aber wir können an der Bewegung der Blätter sehen, dass sie dicht an der Straße entlang geht. Tatsächlich kommt sie wieder zurück – sie scheint ein Opfer gefunden zu haben, denn lauernd beobachtet sie etwas in den Büschen.

So können wir sie endlich aus der Nähe betrachten – sie ist kleiner als ein Panther, aber wunderschön. Einige Minuten später setzt sie zu einem beherzten Sprung an – es platscht gewaltig. Wir fahren zurück und suchen, können sie aber nicht mehr finden. Ihre Jagd scheint erfolgreich gewesen zu sein. Unsere Kinder wollen partout nicht mehr weiterfahren – so wollen warten, ob sie nicht doch zurück kommt. Ich freue mich insgeheim riesig, dass sie offensichtlich meine Safari-Passion teilen. Später finden wir heraus, dass es ein Bobcat (Rotluchs) war. Klar, dass Bobcat zu den absoluten Highlights unseres Urlaubs zählte. Noch immer erzählen die Kinder von diesem unvergesslichen Gänsehaut-Erlebnis. Das berührt mich sehr, denn genau dieses Gefühl für die Natur wollte ich den Kindern vermitteln.

Zypressenwald in den Everglades, Florida

Die Landschaft entlang der Loop Road ist durchaus abwechslungsreich

Viel lernen und erleben in den Nationalparks in Florida

Wir setzen unsere Fahrt durch die märchenhafte Landschaft fort. Etwa 3 1/2 Stunden dauert unsere Tour entlang der Loop Road. So haben früher weite Teile Floridas ausgesehen – und noch heute gibt es im ganzen Land zahlreiche Nationalparks. Es lohnt sich, die einzigartige Natur Floridas näher zu erkunden und ihr einen zweiten Blick zu schenken, dann man wir auf jeden Fall unvergessliche und prägende Eindrücke mit nach Hause nehmen. Gerade wer mit Kindern unterwegs ist, wird die Nationalparks sehr schätzen, denn hier gibt es maximale Erlebnisse für wenig Geld. Und dazu noch Biologie und Erdkundeunterricht mit viel Spaß dazu.

Holzsteg in den Everglades

Von den Holzstegen aus, hat man einen guten Überblick über die Everglades

Unsere Tipps für die Everglades und Big Cypress National Preserve:

1. Viel Zeit einplanen, denn das Beobachten der Natur braucht Zeit und Ruhe!

2. Ausrüstung überprüfen: Genügen Proviant einpacken, vor allem sehr viel Wasser. Mückenspray ist in den Sommermonaten ein MUSS! Tank überprüfen – es gibt auf dem Weg keine Tankstellen

3. Für Wanderungen in den Everglades: Kopfbedeckung, Sonnencreme, leichte, möglichst helle und lange Kleidung

3. Wer die Loop Road fährt, sollte vorher eine Toilette aufsuchen – es gibt auf dem gesamten Weg keine Möglichkeit! Auch gibt es keine Picknickplätze oder ähnliches auf dieser Straße.

4. Die Loop Road ist außerhalb des Nationalparks der Everglades und kostet daher keinen Eintritt.

5. Wer den Tamiami Trail wählt, sollte Stopps an den diversen Aussichtspunkten und Picknickplätzen einplanen. Denn es gibt hier die verschiedensten Möglichkeiten die Sümpfe näher kennen zu lernen: Stege, Aussichtspunkte, Hinweisschilder und befestigte Pfade geben interessante Einblicke – und das alles kostenlos!

6. Die $20 Eintritt für den Everglades Nationalpark lohnen sich – vor allem wenn man etwas mehr Zeit in der Region hat. Er gilt für 10 Tage und für alle Parkeingänge.

7. Eine Kajak-Tour durch die Mangrovenwälder ist ein ganz besonderes Erlebnis und bietet einen Blick auf die Sumpflandschaften aus einer ganz neuen Perspektive – unbedingt empfehlenswert!

 

Unser Bildergalerie:

Kind in den Everglades, Florida

Lernen für’s Leben: Diese Erlebnisse vergisst man nie!

 

Loop Road Schild, Everglades, Florida

Das dezente Hinweisschild auf die Loop Road von Naples her kommend

 

Landschaft im Big Cypress National Preserve

Big Cypress National Preserve

 

Alligatoren entlang der Loop Road, Tamiami Trail, Florida

Na, wie viele Alligatoren könnt ihr sehen?

 

Everglades, Florida

Alligator – oder doch kein Alligator?

Seerosen und Blumen in den Everglades, Florida

Blümchen im Verborgenen

See in den Everglades, Florida

Hier müssen Feen leben – meinen unsere Kinder!

Glasklares Wasser in den Everglades, Florida

Achtung Wasser! Glasklar gibt es einen Blick auf den Grund frei

Geier in den Everglades

Geier-Party in den Bäumen entlang der Loop Road

Alligator in den Everglades, Loop Road, Florida

Gar nicht so leicht zu erspähen: Die Alligatoren in den Schatten der Sümpfe

Tropische Vegetation in den Everglades, Loop Road, Florida

Tropische Vegetation

Loop Road, Everglades, alte Tankstelle

Ob’s hier noch Benzin gibt? Alte Tankstelle an der Loop Road

Altes Auto, Loop Road, Everglades, Florida

Die haben sich wahrscheinlich etwas zu viel Zeit für die Naturbeobachtung genommen

Alligator im Regen in den Everglades, Florida, Loop Road

Alligator im Regen

Florida Panther in den Everglades

Und endlich: Wir sehen doch noch einen Florida Panther 🙂


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8 Responses to “Mit Kindern durch die Everglades”

  1. Tamara25. Oktober 2015 at 20:46 #

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Aber eine Frage: Es ist nicht möglich in die Everglades zu kommen ohne Auto zu fahren, oder? Oder gibt e irgendwelche Busse/Bahnen etc. die dahin bzw. dadurch fahren? Vielen Dank und schöne Grüße
    Tamara

    • Antje Gerstenecker25. Oktober 2015 at 22:51 #

      Liebe Tamara,

      vielen Dank für das positive Feedback. Es gibt an den Wochenenden kostenlose Busse von Homestead aus – weitere Infos findest du hier https://www.cityofhomestead.com/index.aspx?nid=357. Von Shark Valley aus fährt eine kleine Bahn durch den Parkhttp://www.sharkvalleytramtours.com/tramtours.html. Prinzipiell ist es in Florida etwas schwierig, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen und ich muss gestehen, dass ich da nicht allzu viel darüber weiß. Ich hoffe, das hilft dir zumindest ein bisschen weiter.

      LG Antje

  2. Klaus11. Februar 2016 at 12:44 #

    Hallo Antje,
    eure Begegnung mit dem Luchs war ja wirklich toll! Wir waren auch auf der Loop Road unterwegs und haben viele Tiere gesehen, vielleicht ist der Artikel ja auch für eure Leser interessant:
    http://willkommenfernweh.de/everglades-national-park/
    Witzig finde ich, dass ihr auch so viele Geier gesehen habt. Bei uns blockierten sie regelrecht die Straße…
    Viele Grüße

    • Antje Gerstenecker11. Februar 2016 at 17:33 #

      Hallo Klaus,

      die Loop Road lohnt sich wirklich. Wir sind sie gleich mehrmals gefahren – und haben immer wieder neues entdeckt. Ich muss unbedingt wieder hin!

      LG Antje

  3. Verena17. Februar 2016 at 22:00 #

    Hallo Antje,

    ich habe zur Zeit viel Spaß, mir deinen Blog durchzulesen und mich auf den im Herbst stattfindenden Urlaub im geliebten Florida einzustimmen. 🙂
    Dank des obigen Artikels sind nun die Everglades auch mehr in die Planung gerutscht.
    Ich werde das zweite Mal meinem Sohn den Sunshine State zeigen.
    Dieses Mal mehr Land als Micky Maus 😉

    Was ich jetzt nicht ganz verstanden habe:
    Wenn man im Shark Valley sein Auto abgestellt hat, muss man die zweistündige Bahnfahrt mitmachen, um zum Visitors Center und dem von dir beschriebenen Steg zu kommen? Oder ist das vor der Bahnfahrt?
    Bzw., was ist alles VOR der Fahrt? Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Tour machen wollen oder lieber die Loop Road befahren wollen…

    • Antje Gerstenecker17. Februar 2016 at 22:47 #

      Hallo Verena,

      in Shark Valley befindet sich direkt am Parkplatz ein Visitor Center. Dort kann man Räder ausleihen, dort startet auch die Tour mit dem Bähnchen. Wir haben uns gegen ein Tour mit dem Bähnchen entschieden – die Abfahrtszeiten passten nicht mit unserem Zeitplan und ich fand es auch zu teuer. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht und sehr viel gesehen, obwohl die Jahreszeit nicht optimal war. Der Steg ist nicht weit vom Parkplatz entfernt.

      Weitere Stege befinden sich entlang des Tamiami Trails – sie lohnen eigentlich alle einen Stop, denn jeder ist anders. Die Loop Road kann man sehr gut zusätzlich zu Shark Valley machen – allerdings macht es nur bei trockenem Wetter Sinn. Bei Regen ist die Straße wohl oft überschwemmt und die Schlaglöcher sind überflutet, so dass die Fahrt sehr schwierig ist. Auskunft über den Zustand der Strecke geben die Ranger bei Shark Valley, falls ihr euch unsicher seid.

      Ganz viel Spaß in Florida!!!

      LG Antje

  4. Verena18. Februar 2016 at 21:06 #

    Liebe Antje,

    vielen Dank für die prompte Antwort!
    Dann passt das ja wunderbar in unseren Plan. Der Steg (oder auch der eine oder andere Steg auf der Fahrt nach Naples) interessiert mich nämlich schon sehr. Aber eine zweistündige Fahrt mit der Bahn wäre doch zu lang gewesen.
    Den Tag davor werden wir schon die Tour nach Key West hinter uns gebracht haben. Inklusive eines Stopps am Delfin Research Center in Grassy Key.
    Von daher war diese Fahrt ursprünglich nur als „entspannende Überfahrt“ von Homestead nach Naples gedacht.
    Nun wird sie aber durch einige interessante Aspekte bereichert, auf die ich mich schon sehr freue!
    Ich war früher schon öfters mit meinen Eltern in Florida. Die Everglades habe ich aber leider bisher nur am Rande genießen können.
    Nun als Mutter habe ich, wie bereits erwähnt meinem Sohn schon etwas von Florida gezeigt. Allerdings war dieser Urlaub wesentlich Disneybezogener, als es der kommende sein wird.
    Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, endlich wieder dort zu sein.
    Ich hoffe, auch du wirst bald wieder in den Genuss kommen.

    Vielen Dank für die Infos,

    Verena

    • Antje Gerstenecker22. Februar 2016 at 23:02 #

      Hallo Verena,

      die Überfahrt von Homestead nach Naples wird trotzdem nicht zu stressig werden -im Gegenteil. Wenn ihr euch richtig Zeit nehmt wird es sicher enstpannend und interessant zugleich. Die Stege entlang des Tamiami Trails sind übrigens wirklich einen Stopp wert. Besonders hübsch fanden wir den Kirby Storter Roadside Park mit seinem langen Holzsteg, der über die Sümpfe bis zu einem kleinen, idyllischen See führt.

      LG Antje

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